- 20.06.2013, 08:25:52
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Hilfswerk: ÖGB-Antrag würde Pflegeversorgung in Österreich gefährden
Präsident Othmar Karas: "ÖGB-Vorschlag brächte hohe Mehrkosten -zum Schaden für alle Beteiligten!"
Utl.: Präsident Othmar Karas: "ÖGB-Vorschlag brächte hohe Mehrkosten
-zum Schaden für alle Beteiligten!" =
Wien (OTS) - Das Hilfswerk appelliert an den ÖGB den Leitantrag zum
Thema Pflege beim heutigen Bundeskongress abzuändern. "Wer die
24-Stunden-Betreuung auf selbstständiger Basis verbieten will,
riskiert ein mühsam aufgebautes Modell zu ruinieren!", sagt Präsident
Othmar Karas. "Nach dem Vorschlag des ÖGB wäre die Versorgung von
mindestens 20.000 pflege- und betreuungsbedürftige Menschen in
Österreich gefährdet. Denn die 24-Stunden-Betreuung auf
Angestelltenbasis gibt es theoretisch jetzt schon, wird aber nur
selten in Anspruch genommen. Grund sind die etwa doppelt so hohen
Kosten. Wer soll diese Mehrkosten bezahlen? Die pflegebedürftigen
Menschen? Oder der Bund, oder die Länder, oder die Gemeinden, die
alle jetzt schon mit immer größer werdenden sozialen Aufgaben
konfrontiert sind?", fragt Karas.
"Würde das System zusammenbrechen wären auf Schlag etwa 10.000
zusätzliche Pflegeheimplätze notwendig", schätzt Karas. "Das würde
allein Investitionskosten von über 1 Milliarde Euro erfordern."
"Durch die Abschaffung der 24-Stunden-Betreuung würde auch niemand
gewinnen. Die Betreuung würde nur viel teurer ohne dass ein einziger
zusätzlicher Arbeitsplatz in Österreich geschaffen würde", erklärt
Karas. "Es gibt jetzt schon zu wenige Arbeitskräfte in der Pflege und
Betreuung in Österreich. Und auch die ausländischen Betreuungskräfte
sehen nach einer Umfrage des Hilfswerks, die in den nächsten Wochen
präsentiert wird, das derzeitige System positiv", so Karas
abschließend.
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