- 19.06.2013, 18:06:28
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ÖHV-Präsidentin Reitterer im Tourismusausschuss: Steuerzahler und Arbeitsplätze vor Ort fördern
Wien (TP/OTS) - ÖHV (Wien): Einen Belastungsstopp für die Branche
forderte ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer im Tourismusausschuss des
Nationalrats.
"Laut Tourismusbericht des Wirtschaftsministeriums liegen die
Tourismuseinnahmen noch immer unter dem Niveau von vor der Krise, und
das bei noch mehr Betrieben mit noch mehr Mitarbeitern und noch
höherer Steuerlast", erklärte Michaela Reitterer, die Präsidentin der
Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), im Tourismusausschuss des
Nationalrats. Als Branchenexpertin eingeladen, zeigte sie, dass die
ÖGB-Forderungen 6 Wochen Urlaub, Überstunden-Euro,
Fachkräftemilliarde und Wertschöpfungsabgabe Arbeitsplätze kosten.
Reitterer appellierte an die Abgeordneten, nicht noch mehr
Belastungen für Betriebe zu beschließen, die Arbeitsplätze und
Wertschöpfung im Land schaffen: "Einige von Ihnen werden das nächste
Budget verhandeln. Denken Sie dann an meine Worte!"
Umsätze stagnieren, Branche auf Sparkurs
Auch der Ausblick für die Branche ist alles andere als rosig: Ging
im Vorjahr die Hälfte der Hoteliers von Nächtigungssteigerungen aus,
ist es heuer nicht einmal ein Drittel. Ähnlich ist die Entwicklung
bei den Umsatzerwartungen. "Dieser Trend hat sich mittlerweile
gefestigt. Da auch noch die Belastungen zu erhöhen, also Grundsteuer,
Mehrwertsteuer, Lohnnebenkosten oder Steuern auf die Substanz, wäre
ein Schuss ins eigene Knie. Verabschieden Sie sich entweder von
diesen Plänen oder von Arbeitsplätzen und Betrieben", warnte
Reitterer. Schon jetzt fahren 37 % der Hoteliers Investitionen
zurück, nur 6 % erhöhen sie: "Volkswirtschaftlich ist das ein
Desaster."
Wertschöpfung durch Direktbuchung steigern
Den meisten Spielraum ortet Reitterer neben Saisonverlängerung und
Bewerbung bei der Direktbuchung. Hier unterstützen der
Tourismusausschuss und Tourismusminister Dr. Reinhold Mitterlehner
die Branche stark: Wer auf die Website einer Tourismusorganisation
surft, soll künftig zur Buchung direkt auf die Hotelwebsite
weitergeleitet werden statt auf ein kommissionspflichtiges Portal,
das außer Mehrkosten nichts bringt. Die Umsetzung von TU-Prof. DI Dr.
Hannes Werthners Konzept würde dreistellige Millionenbeträge
freisetzen, die die Hoteliers in Mitarbeiter oder Investitionen
stecken würden: "In der aktuellen Wettbewerbssituation bliebe uns da
gar nichts anderes übrig. Aber das wäre schon mal sehr gut", so
Reitterers Resümee im Tourismusausschuss des Nationalrats.
Fotos von ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer finden Sie hier zum
Download. (http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehv102)
Grafiken zur Aussendung finden Sie hier zum Download.
(http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehv103)
Erfolgreiche Interessenvertretung für Österreichs Tourismus
Die ÖHV gestaltet seit 60 Jahren als freiwillige parteiunabhängige
Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die
Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. Mehr als 1.200
Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und
Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und
Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der
Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als
40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen
Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2012
über direkte und indirekte Wertschöpfung 15 % des BIP und jeden 5.
Vollarbeitsplatz.
Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter
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