• 19.06.2013, 12:07:50
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Bundesministerin Heinisch-Hosek: "Wir dürfen den sozialen Zusammenhalt nicht gefährden"

18. ÖGB-Bundeskongress unter dem Motto "Unsere Mission: Gerechtigkeit"

Utl.: 18. ÖGB-Bundeskongress unter dem Motto "Unsere Mission:
Gerechtigkeit" =

Wien (OTS) - "Gerechtigkeit heißt für mich, mit all jenen Menschen
solidarisch zu sein, die aus eigener Kraft das Leben nicht so
meistern können, wie sie es wollen. Gerechte und faire Politik muss
dabei schon beim Start ins Leben ansetzen und allen Kindern und
Jugendlichen die besten Bildungschancen gewähren", sagte
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute, Mittwoch, bei der
moderierten Begrüßungsrunde am 18. ÖGB-Bundeskongress im Wiener
Austria Center. "Unsere Mission: Gerechtigkeit" ist das Motto des
gestern eröffneten, dreitägigen Kongresses. Dazu diskutierten heute
am Podium neben der Frauenministerin auch Sozialminister Rudolf
Hundstorfer und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner.

Mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft sei auch ein zentrales
frauenpolitisches Ziel, so die Ministerin für Frauen und Öffentlichen
Dienst: "Noch immer verdienen Frauen und Männer für gleiche Arbeit
nicht gleich viel. Hier bleibt noch einiges für uns zu tun, um echte
Fairness bei Löhnen und Gehältern herzustellen." In den letzten
Jahren sei allerdings schon einiges erreicht worden: "Wir haben mehr
Einkommenstransparenz durch Berichtspflichten, Angaben in
Stelleninseraten und den Online-Gehaltsrechner herstellen können.
Auch die Einführung einer Quotenregelung in staatsnahen Unternehmen
war ein wichtiger Schritt. Für die nächste Legislaturperiode wünsche
ich mir diese Quote auch für die Privatwirtschaft. Das gleiche gilt
für den Papa-Monat, den wir im öffentlichen Dienst bereits umgesetzt
haben", so Heinisch-Hosek.

Auf die Frage nach den größten Herausforderungen der nächsten fünf
Jahren sagte die Bundesministerin: "Die Zukunft beginnt heute, und
daher strebe ich als Ministerin für den Öffentlichen Dienst eine
Einigung über ein neues Lehrerdienstrecht noch in den kommenden
Wochen an. Insgesamt gesehen ist unsere Herausforderung für die
Zukunft, dass wir den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft
nicht gefährden. Es darf nicht passieren, dass Menschen, die von der
bedarfsorientierten Mindestsicherung abhängig sind, als
Sozialschmarotzer bezeichnet werden. Es muss für uns vielmehr immer
an erster Stelle stehen, dass die Solidarität mit jenen, denen es
nicht so gut geht, aufrechterhalten und gestärkt wird." Um das zu
erreichen, sei mehr Verteilungsgerechtigkeit in Österreich notwendig,
beispielsweise durch die Einführung einer Millionärssteuer.

Abschließend bedankte sich Gabriele Heinisch-Hosek für die gute
Zusammenarbeit mit den Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern:
"Miteinander haben wir schon einiges erreicht und auf diese gute
Kooperation baue ich auch für die Zukunft".

Fotos von diesem Termin sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at,
kostenfrei abrufbar.

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