• 19.06.2013, 11:19:59
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BZÖ-Petzner fordert Offenlegung der ORF-Gagen

Wien (OTS) - Im Vorfeld der ORF-Stiftungsratssitzung, in der ein
großes Sparpaket vor allem zu Lasten des ohnehin schwächelnden
Programmes beschlossen werden soll, fordert heute BZÖ-Mediensprecher
NRAbg. Stefan Petzner eine lückenlose Offenlegung der ORF-Gagen
inklusive des üppigen Zulagensystems und der großzügigen
Prämienregelungen.

"Während von den einzusparenden 80 Millionen Euro gleich die Hälfte
beim Programm hereingeholt wird, lebt vor allem die ORF-Chefetage mit
all ihren weißen Elefanten weiter in Saus und Braus, während die
kleinen und freien Mitarbeiter mit einem Bettel abgespeist werden. Es
ist wirtschaftlich nicht mehr rechtfertigbar, dass ein Großteil der
fix angestellten ORF-Mitarbeiter Beamtenstatus genießt,
Hofrats-Gehälter kassiert und von Privilegien profitiert, die an die
übelsten Zeiten der verstaatlichten Industrie erinnern. Eine
lückenlose Offenlegung dieses Verstaatlichten-Systems am Küniglberg
muss ein erster Schritt in Richtung einer Totalreform des Systems ORF
sein. Das Verstaatlichten-System im ORF muss ein Ende haben", erklärt
Petzner und verweist dabei auf die griechische Regierung, die die
Gehälter und Gagen der führenden ERT-Mitarbeiter offengelegt hat.
"Wenn etwa ein bestimmter ORF-Anchorman mit seiner
Apfelsaft-Fraktion, wie sie intern genannt wird, dauernd von der
Politik Transparenz einfordert, dann soll er selbst mit gutem
Beispiel vorangehen und sein Gehalt offenlegen - so wie es die
Politik auch getan hat", ergänzt Petzner.

Ein sinnvolles Sparpaket müsse den Hebel beim System ORF selbst
ansetzen und nicht beim Programm und beim Zuschauer. "Alles andere
ist abzulehnen." Petzner weiter: "Passiert das nicht, wird auch
einmal zu prüfen sein, ob der ORF überhaupt noch eine
Gebührenlegitimation mangels Erfüllung des öffentlich-rechtlichen
Auftrages besitzt. Mittlerweile bestehen berechtigte rechtliche
Zweifel dran. Es wäre daher eine spannende Aufgabe, diese Frage auf
dem Rechtsweg einer Klärung zuzuführen und damit die vom BZÖ
geforderte Entstaatlichung und Abschaffung der Gebühren einzuleiten",
schließt Petzner.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BZC

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