• 19.06.2013, 10:30:32
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ASFINAG: Alarmierende Entwicklung bei schweren Unfällen im ersten Halbjahr 2013

Die ASFINAG informiert: Verkehrssicherheit von A - Z!

Utl.: Die ASFINAG informiert: Verkehrssicherheit von A - Z! =

Wien (OTS) - Ohne Gurt, zu schnell, übermüdet - viele der 17 heuer
auf Autobahnen und Schnellstraßen getöteten Personen könnten
vielleicht noch leben, hätten sie die einfachsten Regeln eingehalten:
Runter vom Gas, nur mit Gurt und nicht übermüdet fahren, unter gar
keinen Umständen eine Autobahn queren! "Von Jahr zu Jahr haben wir
weniger schwere Unfälle auf unserem Netz", betonte ASFINAG Vorstand
Alois Schedl heute im Rahmen einer Pressekonferenz, "das ist
erfreulich und das zeigt, dass unsere Anstrengungen für mehr
Verkehrssicherheit greifen. ABER: Verkehrssicherheit klappt nur wenn
alle mittun. Es braucht die sichersten Autobahnen - und die bauen wir
- es braucht aber auch die Eigenverantwortung der Lenkerinnen und
Lenker." Die Analyse zeigt: Fast alle tödlichen Unfälle im ersten
Halbjahr 2013 hätten vermieden werden können oder zumindest
glimpflich ausgehen können. So wurden etwa vier Personen - ein
Viertel aller Todesopfer - als Fußgänger auf der Autobahn getötet.
"Nicht Sicherheitslücken waren Grund für diese schweren Unfälle",
sagt Christian Ebner, Leiter des ASFINAG Verkehrsmanagements, "es war
schlichtweg das Ignorieren der einfachsten Regeln und Vorschriften im
Straßenverkehr." Die ASFINAG wird daher weiterhin konsequent die
Maßnahmen aus dem "Verkehrssicherheitsprogramm 2020" umsetzen und -
noch stärker als bisher - auf Bewusstseinsbildung bei den
Autofahrerinnen und Autofahrern setzen.

A 1 West Autobahn am 26. März: Trotz Schneefall konstante
Geschwindigkeiten!

Massenkarambolage bei Schneefall A 1 Loosdorf, 26. März 2013 - Die
Daten der ASFINAG-Sensoren vor Ort belegen: Die gefahrenen
Geschwindigkeiten am späten Nachmittag des 26. März sind nahezu
gleich wie an Tagen ohne Schneefall! Um 16:40 Uhr reduzieren die PKWs
aufgrund der eingeschränkten Sicht die Geschwindigkeit von
durchschnittlich (!) 120 auf 105 km/h, die LKWs bleiben konstant bei
einer Geschwindigkeit von 88 km/h. Trotz des Dauereinsatzes der
ASFINAG-Winterdienstflotte ereignen sich durch überhöhte
Geschwindigkeiten und Fehleinschätzung der Bremswege eine Reihe von
Unfällen, bei denen eine Person stirbt.

Verkehrssicherheit ist Infrastruktur plus Eigenverantwortung

Das Beispiel zeigt: Verkehrssicherheit braucht das "Miteinander"
des Straßenbetreibers und der Verkehrsteilnehmer. Die ASFINAG stellt
eine nach Top-Sicherheitsstandards ausgebaute Autobahn bereit. Jeder
zweite Euro, den das Unternehmen investiert, geht in die
Verkehrssicherheit. Faktum ist: Das Netz der ASFINAG zählt bereits
jetzt zu den sichersten Europas. Bei Unachtsamkeit und Missachtung
der einfachsten Regeln im Straßenverkehr bringt auch beste
Infrastruktur nicht ausreichend Schutz. Bereits vier Personen wurden
heuer als Fußgänger auf der Autobahn getötet. Bei fünf Fällen war
Sekundenschlaf schuld an den Tragödien, unangepasste bis hin zur
exzessiven Geschwindigkeit wurde bei weiteren vier Ereignissen
festgestellt. Und es bestätigt sich auch heuer, dass zehn bis
fünfzehn Prozent der Todesopfer nicht angegurtet sind.

Das macht die ASFINAG für die Sicherheit der
Verkehrsteilnehmer

Die Investitionen der ASFINAG in Verkehrssicherheit - 2013 rund
500 Millionen Euro - greifen. Die Unfallzahlen sind auf einem
historischen Tiefstand: 63 Tote im Jahr 2012. Zum Vergleich: 2001
wies diese traurige Statistik noch 179 Verkehrstote aus. Die
Eckpfeiler dieses Erfolgs sind im
"ASFINAG-Verkehrssicherheitsprogramm 2020" definiert. 130 konkrete
Maßnahmen, die die Zahl von Unfällen auf Autobahnen und
Schnellstraßen bis zum Jahr 2020 weiter deutlich senken sollen. 50
Prozent der ambitionierten Projekte sind bereits abgeschlossen, ein
weiteres Drittel derzeit in Umsetzung. Die Highlights:

- Tunnelsicherheit: Bis 2018 weitere 1,5 Milliarden Euro
Investitionen

- Top-Innovationen: Seit dem Start im Vorjahr hat das topmoderne
Temperatur-Messgerät "Thermoscanner" mehr als 300 überhitzte
Schwerfahrzeuge vor dem Karawankentunnel zum Abkühlen ausgeleitet.
Die neuartigen Tunnelohren "Akustiksystem AKUT" nehmen als
Spezialmikrofone Tunnelgeräusche auf und schlagen bei untypischen
Geräuschen (quietschende Reifen, zuschlagende Autotüren, menschliche
Stimmen) in der Überwachungszentrale Alarm.

- Größtmögliche Sicherheit in Baustellenabschnitten: Die Baustellen
werden wiederholt, regelmäßig und vor Ort geprüft, durch externe
Expertinnen und Experten. Mit Erfolg: Haben sich 2004 noch sechs
Prozent aller Unfälle auf Autobahnen in Baustellen ereignet, konnte
diese Zahl über die letzten Jahre kontinuierlich auf drei Prozent
gesenkt werden.

- 1000 Kilometer auf Herz und Nieren geprüft (RSI): Seit genau zehn
Jahren unterzieht die ASFINAG jedes Jahr für eine Reihe von
Streckenabschnitten intensiven Sicherheitschecks. Insgesamt 1023
Kilometer - die Hälfte des gesamten Netzes - wurden so bislang von
Unfallexperten überprüft und potentielle Sicherheitsrisiken
eliminiert.

- Rastmöglichkeiten und Kontrollen: Übermüdung ist in Österreich die
Ursache von 30 Prozent aller Unfälle. Ende 2013 bieten
österreichweit bereits 42 Rastplätze Ruhe, Sicherheit und Komfort.
Die ASFINAG unterstützt die Exekutive durch neue
Lkw-Verkehrskontrollplätze

Die ASFINAG informiert: Verkehrssicherheit von A - Z!

Weil jede getötete Person eine zuviel ist, wird die ASFINAG noch
stärker als bisher auf Bewusstseinsbildung bei den Autofahrerinnen
und Autofahrern setzen. Nicht das Fahrzeug oder die
Geschwindigkeitsbeschränkungen bestimmen die zulässige
Geschwindigkeit, sondern die äußeren Bedingungen wie Regen, Schnee
oder Stau und Baustellen. Und Jeder Lenker muss sich die Frage der
körperlichen Fahrtauglichkeit stellen! Hier setzt der aktuelle
Info-Schwerpunkt der ASFINAG rechtzeitig vor Beginn der heurigen
Sommer-Reisewelle an: Zwei Millionen Gratis-Broschüren "Ich komm
sicher gut an mit den ASFINAG Verkehrstipps von A-Z" (Verteilung über
Beikleber in ÖAMTC Auto Touring und ARBÖ Freie Fahrt, Möglichkeit zum
Download und zur Bestellung auf www.asfinag.at).

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