- 18.06.2013, 15:06:33
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Familienverband: Unterstützung für Familien muss Priorität haben!
Wien (OTS) - So sehr eine Erhöhung der Familienbeihilfe -
insbesondere für Mehrkindfamilien - sowie ein Ausbau der
Kinderbetreuungseinrichtungen zu begrüßen sei, müssten diesen
Schritten weitere folgen, so der Katholische Familienverband.
Positiv bewertet der Katholische Familienverband, dass sich die
beiden Regierungsparteien vor dem Ende der Legislaturperiode auf eine
Erhöhung der Familienbeihilfe sowie auf den weiteren Ausbau der
Kinderbetreuungseinrichtungen geeinigt haben. "Wir erwarten uns, dass
das dem Ministerrat vorgelegte Paket mehr ist als eine
Absichtserklärung, um dem Ziel näher zu kommen", sagt Alfred Trendl,
Präsident des Katholischen Familienverbandes Österreichs (KFÖ). Der
Entwurf sieht vor, in den nächsten vier Jahren jährlich zusätzlich
300 Millionen für die Familienbeihilfe und in den Ausbau der
Kinderbetreuungseinrichtungen zu investieren. Davon sollen jeweils
200 Millionen in die Familienbeihilfe und 100 Millionen in die
Kinderbetreuung fließen. Der Fokus bei der Kinderbetreuung liegt
dabei auf den Einrichtungen für Null- bis Dreijährige,
Qualitätsverbesserungen im Sinn von längeren Öffnungszeiten, weniger
Schließtagen und kleineren Gruppen sind auch für bestehende
Einrichtungen für bis zu Sechs-Jährige vorgesehen.
Erfreulich: Mehr Unterstützung für Mehrkindfamilien
Uneingeschränkte Zustimmung vom Katholischen Familienverband kommt
für die geplante deutliche Erhöhung der Unterstützung für
Mehrkindfamilien in Form des Geschwisterzuschlags bei der
Familienbeihilfe. "Gerade Familien mit vielen Kindern brauchen ein
solches Signal für die Wertschätzung ihrer gesellschaftlichen
Leistungen und materielle Unterstützung ganz besonders", so
KFÖ-Präsident Trendl.
Verschiedene Formen der Kinderbetreuung ausbauen
Zustimmung erntet auch der Plan, in die Qualität und in den
weiteren Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen zu investieren. "Um
die Rahmenbedingungen, die eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie
ermöglichen, zu verbessern, ist diese Maßnahme zentral", so
KFÖ-Präsident Trendl. Allerdings gelte es die Wahlfreiheit der Eltern
sicherzustellen: "Dieses Angebot kommt weniger als einem Drittel der
Eltern mit Kleinstkindern zugute. Wie will man jene mehr als 70% der
Eltern unterstützen, die ihre Kinder selber betreuen wollen?", fragt
KFÖ-Präsident Trendl. Jedenfalls brauche es auch eine ausreichende
Förderung der familienergänzenden Formen der Kinderbetreuung wie
Tageseltern und Babysitter- und Omadienste.
Wertanpassung lässt überfällig
Der Entwurf sieht vor, dass die Familienbeihilfe um 6 Prozent
angehoben werden soll. "Eine solche Anhebung ist längst überfällig,
denn der Grundbetrag bei der Familienbeihilfe fürs erste Kind ist
seit 2002 nicht mehr erhöht worden. 2015 wird der Wertverlust,
gerechnet seit 1990, bereits mehr als 50% betragen!", verdeutlicht
KFÖ-Präsident Trendl.
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