- 18.06.2013, 11:53:53
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FSG-Katzian: "Ohne uns sähe dieses Land für ArbeitnehmerInnen schlechter aus"
Millionärssteuer und Verkürzung der Arbeitszeit bleiben auf der Agenda
Utl.: Millionärssteuer und Verkürzung der Arbeitszeit bleiben auf
der Agenda =
Wien (OTS/FSG) - "Die Zeit fokussierter Unintelligenz hat offenbar
wieder begonnen, wenn beispielsweise der Präsident der
Wirtschaftskammer den Staat als Räuber bezeichnet oder wenn ein Herr
Stronach sagt, er braucht keine Gewerkschaften. Er braucht sie ja
wirklich nicht, die arbeitenden Menschen schon!", appellierte der
Wiener Bürgermeister Michael Häupl heute in seinen Grußworten bei der
Eröffnung der Bundesfraktionskonferenz der FSG (Fraktion
Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen) an die Delegierten, die
Rechte der ArbeitnehmerInnen weiter mit vereinten Kräften zu
verteidigen: "Das ist unsere gemeinsame Aufgabe aller Demokraten in
diesem Land. Unsere zentrale Aufgabe ist es, in unser aller Interesse
bei der Nationalratswahl so stark zu werden, dass man gegen uns nicht
agieren kann!"++++
Er werde im Ausland oft gefragt, wie es in Österreich gelinge, die
Arbeitslosenrate vergleichsweise niedrig zu halten, ergänzte der
Klubobmann der SPÖ im Parlament, Josef Cap. Das sei natürlich ein
Erfolg der von der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit der
Gewerkschaft gesetzten Maßnahmen und des tragfähigen Sozialsystems.
"Das lassen wir uns weder von der ÖVP mit ihrem Kaputtsparkurs noch
von sonstjemandem zerstören", spielte auch Cap auf die Aussagen
Stronachs zur Gewerkschaft an: "All dieser Ungeist gehört zurück in
die Flasche, zugestoppelt und weg damit!"
"Wer Gewerkschaften auf den Müllhaufen der Geschichte schicken will,
der gehört selbst auf den Müllhaufen der Gegenwart und der Zukunft!",
sagte FSG-Vorsitzender Wolfgang Katzian: "Ohne uns sähe dieses Land
für ArbeitnehmerInnen schlechter aus, es gäbe beispielsweise keine
Solidarabgabe für SpitzenverdienerInnen, keine
Vermögenszuwachssteuer, keine Verbesserungen für Leiharbeitskräfte
und bei der Bildungskarenz sowie kein Lohn- und Sozialdumpinggesetz."
Eine Vermögenssteuer, wie die FSG sie fordert, würde gerade einmal
sieben Prozent der österreichischen Haushalte treffen, so Katzan
weiter: "Millionär wird man heutezutage nur durch erben oder durch
die Arbeit anderer. Wenn die Finanzministerin meint, Millionäre
gehören zum Mittelstand, dann besteuern wir eben diese
Mittelstands-Millionäre!" Mehr als die Hälfte der ÖsterreicherInnen
unterstütze diese Forderung laut einer aktuellen OGM-Umfrage. "Wir
machen uns von dieser Konferenz aus auf den Weg, diese Forderung zu
erreichen!"
"Wenn man über Verteilungsgerechtigkeit spricht, dann muss man auch
dazu sagen, dass Arbeitszeit in Österreich ungleich verteilt ist.
Mehr als zwei Drittel der ArbeitnehmerInnen leisten Überstunden, der
ÖGB wird daher morgen die Arbeitsmarktabgabe für Dienstgeber von
einem Euro pro geleisteter Überstunde beschließen. Ein notwendiger
Schritt bleibt der Abbau unbezahlter Überstunden, das ist Lohnraub -
nicht mit uns Gewerkschaften!" Auch die sechste Urlaubswoche für alle
findet bei den ArbeitnehmerInnen große Zustimmung und bleibe
selbstverständlich auf der Agenda der FSG, erklärte Katzian. Derzeit
erreichen Frauen wesentlich seltener die dafür notwendigen 25 Jahre
bei ein und demselben Dienstgeber, "eine leichtere Erreichbarkeit
dieses gesetzlichen Anspruchs ist auch eine Frage von
Geschlechtergerechtigkeit."
"Wir werden uns mit allen diesen Themen nicht nur im Wahlkampf auf
den Weg machen und uns der Diskussion in den Betrieben und auf der
Straße stellen. Wir sind das sachliche Gegengewicht im
ausländerfeindlichen und menschenverachtenden Wahlkampf sein, der
sich abzeichnet", kündigte FSG-Bundessekretär Willi Mernyi an. Die
Themen und Forderungen der FSG im ÖGB sind seit heute auch auf
Facebook zu finden http://www.facebook.com/fsg.oegb
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