• 18.06.2013, 08:45:31
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Diakonie zum Weltflüchtlingstag: Vorschläge für eine humanere Flüchtlingspolitik umsetzen

Chalupka fordert Aufnahme von Flüchtlingen durch Resettlement Programm der UNO

Utl.: Chalupka fordert Aufnahme von Flüchtlingen durch Resettlement
Programm der UNO =

Wien (OTS) - "Was wir dringend brauchen ist eine grundsätzliche
Änderung der Einstellung unserer Regierung zum Thema Flucht und
Asyl", betont Diakonie Direktor Michael Chalupka anlässlich des
Weltflüchtlingstages am 20.Juni.

Die Vorschläge zur Änderung der österreichischen Aufnahmepolitik
für Flüchtlinge liegen seit langem auf dem Tisch. Die Diakonie
fordert gemeinsam mit 14 anderen Organisationen und zahlreichen
Prominenten der Initiative: Gegen-Unmenschlichkeit.at die Umsetzung
folgender Punkte:

1. Sicherstellung, dass gut integrierte Personen nicht
abgeschoben, Familien nicht zerrissen und humanitäre Umstände
berücksichtigt werden,

2. effektiver Zugang zum Arbeitsmarkt nach längstens sechs
Monaten, sowie ungehinderten Zugang zu Schul- und Weiterbildung für
Asylsuchende,

3. eine an menschlichen Bedürfnissen orientierte Grundversorgung
mit flächendeckender professioneller Betreuungsstruktur, die
Eigenverantwortlichkeit unterstützt und auch realistische
Möglichkeiten der Eigenversorgung vorsieht,

4. eine komplette und übersichtliche Überarbeitung der
österreichischen Asyl- und Fremdengesetze, sowie öffentlich
finanzierten unabhängigen Rechtsbeistand für Menschen, die um Schutz
ansuchen,

5. Asyllotterie beenden: Europa braucht ein solidarisches System
der Flüchtlingsaufnahme, daher auch umfassende Gesetzesbeschlüsse auf
EU-Ebene, die europaweit die o.a. Rechte und Standards für alle
schutzsuchenden Personen in allen Mitgliedsländern sicherstellen -
Österreich möge dabei mit gutem Beispiel vorangehen!

Österreich muss Flüchtlingskontingente auf Vorschlag der
Vereinten Nationen aufnehmen

Während in Österreich immer wieder darüber diskutiert wird, ob
Menschen auf der Flucht in Österreich zu Recht Asyl beantragen,
warten tausende von Flüchtlingen, deren Asylstatus zweifelsfrei
feststeht darauf, von einem sicheren Land aufgenommen zu werden.

Deshalb wäre ein erster bedeutender Schritt, der humanitären
Tradition Österreichs gerecht zu werden, eine Beteiligung
Österreichs am weltweiten Resettlement Programm der UNO.

"Da im Moment die die Sicherheitslage für die Bevölkerung in
Afghanistan, Pakistan und Tschetschenien katastrophal ist, und in
Syrien nach wie vor hunderttausende Menschen auf der Flucht sind, ist
es hoch an der Zeit, dass Österreich Flüchtlingskontingenten auf
Vorschlag der Vereinten Nationen aufzunehmen bereit ist", betont
Chalupka abschließend.

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