- 16.06.2013, 10:30:32
- /
- OTS0015 OTW0015
Bundesheer: 3.726 Soldaten, 29.100 Manntage und ungezählte Bagger im Hochwassereinsatz
Arbeiten dauern noch zumindest drei Wochen
Utl.: Arbeiten dauern noch zumindest drei Wochen =
Wien (OTS/BMLVS) - Seit 1. Juni hilft das Bundesheer im
Hochwassereinsatz. Eine erste Zwischenbilanz zeigt, dass bisher mehr
als 29.100 Manntage geleistet wurden. Dabei waren Soldaten aus 26
Kasernen, von Villach bis Ried im Innkreis und von Absam bis Wien, im
Einsatz. 360 Flugstunden wurden von 14 Hubschraubern der Typen Agusta
Bell 212, "Alouette" III, S-70 "Black-Hawk" und OH-58 "Kiowa" sowie
einem Flächenflugzeug Pilatus PC-6 "Turbo Porter" geflogen. Dabei
wurden 1.317 Passagiere und 1,6 Tonnen Material transportiert.
Bauen, sichern und schaufeln
Die Soldaten, die in allen vier betroffenen Bundesländern eingesetzt
waren, bauten Dämme, beseitigten Erdrutsche, sicherten Hänge,
schaufelten Geröll und Schlamm, pumpten Wasser, füllten Sandsäcke,
lösten Verklausungen, reinigten Trinkwasser und verlegten
Faltstraßen. Am Höhepunkt des Einsatzes arbeiteten in Tirol 230
Soldaten, in Salzburg 420, in Oberösterreich 1.329 und in
Niederösterreich 1.747 Soldaten, gesamt halfen 3.726 Soldaten der
Bevölkerung.
Panzer, Bagger und Faltstraßen
Die Pioniere setzten ihr gesamtes Spektrum an schweren Baumaschinen
ein. Insgesamt kamen bisher 32 verschiedene Modelle an Panzern,
Baggern, Lastkraftwagen, Raupen, Faltstraßen und Aggregaten zum
Einsatz. Alleine die Bandbreite der verwendeten Bagger reichte vom
Hydraulikbagger über Grabenbagger, Minibagger und Drehkranzbagger bis
zum Schreitbagger. Darüber hinaus wurden von zivilen Organisationen,
den Bundesländer und dem Netzwerk für Katastropheneinsatz zusätzliche
Baumaschinen und Lastkraftwagen zur Verfügung gestellt.
In Oberösterreich wurde ein Milizbataillon kurzerhand aus einer Übung
gezogen und in die Hochwasserhilfe geworfen.
Der Einsatz dauert noch mindestens drei Wochen
Während der Assistenzeinsatz in Tirol bereits am Donnerstag beendet
wurde, geht er in allen anderen Bundesländern mit unverminderter
Energie weiter. Derzeit sind noch rund 670 Soldaten im Einsatz. In
Salzburg liegt das Schwergewicht in Hüttau und Taxenbach. Dort wird
das Bundesheer mit der Errichtung von Krainerwänden und Querwerken
noch ca. drei Wochen beschäftigt sein. Im Raum Zell am See werden mit
Unterstützung von Hubschraubern Verklausungen beseitigt. Während in
Niederösterreich der Schwerpunkt der Arbeit entlang der Donau liegt
und ebenfalls noch ca. drei Wochen dauern wird, helfen Soldaten aus
Oberösterreich in Pechgraben einen rutschenden Hang zu stabilisieren
und stellen in Goldwörth mit einer Trinkwasseranlage pro Stunde 4.000
Liter frisches Wasser für die Bewohner her.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLA






