• 15.06.2013, 11:29:27
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AK-Kaske: Gleichstellung der Arbeiter bei Katastropheneinsätzen ist bahnbrechende Entscheidung

Wien (OTS) - "Die rechtliche Gleichstellung von Arbeitern und
Angestellten bei Katastropheneinsätzen ist eine bahnbrechende, aber
auch längst überfällige Entscheidung", sagt AK Präsident Rudi Kaske
zum jetzt von Sozialminister und Innenministerin erreichten
Initiativantrag. Die bisher geltende Rechtslage sieht für Angestellte
die Dienstfreistellung bei persönlicher Betroffenheit im
Katastrophenfall vor. Arbeitern ist eine Dienstfreistellung nur
möglich, wenn das im Kollektivvertrag steht. "Kein Mensch versteht
das: Jemand, der mit Bagger und Schaufel arbeitet, muss bei
persönlicher Betroffenheit im Katastrophenfall Urlaubstage und
Zeitausgleich nehmen. Der Kollege oder die Kollegin, die mit Computer
und Kugelschreiber arbeiten, haben ein Recht auf bezahlte
Dienstfreistellung, wenn Sie etwa von einer Flut, einer Mure oder
einem schweren Unwetter heimgesucht werden", so Kaske. AK und
Gewerkschaften hatten zuvor auf dem Hochwassergipfel Druck gemacht,
damit diese Schieflage gerade gerückt wird.

Die Ungleichbehandlung von Arbeitern und Angestellten ist eine
historische Zufälligkeit: Die Regelung für Arbeiter stammt noch aus
der Monarchie. Der Anspruch im Angestelltengesetz ist in den 20er
Jahren des vergangenen Jahrhunderts, also schon in der jungen
Demokratie, geschaffen worden.

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