• 13.06.2013, 18:18:46
  • /
  • OTS0313 OTW0313

Tierschutz: BZÖ-Spadiut kritisiert inhaltsleere Formulierungen

Wien (OTS) - "Die Republik Österreich bekennt sich zum Tierschutz." -
so schlicht soll künftig der Tierschutz in der Verfassung verankert
werden, kritisierte BZÖ-Tierschutzsprecher Abg. Dr. Wolfgang Spadiut
im Zuge der heutigen Debatte im Nationalrat die Art und Weise, wie
die Regierung gemeinsam mit der FPÖ den Tierschutz in den
Verfassungsrang gehoben hat. "Dafür habe die FPÖ dieser rot-schwarzen
Regierung auch noch die Verfassungskrücke gemacht", so Spadiut und
weiter "Kollege Fichtenbauer mag ein guter Jurist und
Verfassungsexperte sein, mit dem Tierschutz hat er augenscheinlich
wenig zu tun, sonst hätte er diesem Entwurf nicht zugestimmt".

Der Tierschutz gehöre zwar in die Verfassung, allerdings nicht um
jeden Preis, kritisierte Spadiut die inhaltsleere Formulierung.
Überhaupt, so Spadiut weiter, werde der Tierschutz im Vergleich zum
Umweltschutz durch die Änderung abgewertet. "Die Definition von
Tierschutz als Schutz des Lebens und Wohlbefindens der Tiere wurde in
die Erläuterungen ohne Rechtskraft verschoben." Heftig kritisierte
Spadiut auch den ÖVP-Abgeordneten Gerstl wegen seiner Äußerung im
Ausschuss: "Der Tierschutz darf nicht dazu führen, dass tierische
Lebensmittel in Österreich nicht mehr produziert werden dürfen."

"Dieser Antrag beruhigt möglicherweise die Bevölkerung, schützt aber
die Tiere nicht und ist daher in dieser Form abzulehnen", so Spadiut
abschließend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BZC

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel