• 13.06.2013, 12:02:00
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VCPÖ: 100.000 Unterschriften gegen EU Bevormundung

Österreichs Bevölkerung ebenso skeptisch wie Tabaktrafikanten gegenüber EU Tabakvorschriften

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4246 
v.l.n.r.: Komm. Rat Peter Trinkl (Bundesgremialobmann
Bundesgremium der Tabaktrafikanten Österreichs), DI Tina
Reisenbichler (Geschäftsführerin MVG Monopolverwaltung GmbH), Mag.
Michael Svoboda (Präsident KOBV Kriegsopfer- und Behindertenverband
Österreich), Wilhelm Gröbner (VCPÖ-Vizepräsident und Tabaktrafikant
in Linz)

Utl.: Österreichs Bevölkerung ebenso skeptisch wie Tabaktrafikanten
gegenüber EU Tabakvorschriften =

Wien (OTS) - Auf der heutigen Bilanz-Pressekonferenz der vom Verband
der Cigarren- und Pfeifenfachhändler Österreichs (VCPÖ) gegründeten
Initiative "Liebe EU, ES REICHT!" gegen die EU Maßnahmen zur
Tabakrichtlinie wurde ein Fazit über die bisherigen Tätigkeiten und
Erfolge gezogen.

"Wir haben in fünf Tabaktrafiken in St. Pölten, Klagenfurt, Linz,
Innsbruck und Wien sowie in weiteren Informationsveranstaltungen
unsere Initiative vorgestellt. Ziel war es, den Befürchtungen unserer
Branche eine Stimme zu geben, Unterstützer zu gewinnen und von der
Politik gehört zu werden. Dies ist uns gelungen", so Wilhelm Gröbner,
VCPÖ-Vizepräsident und Tabaktrafikant in Linz.

"Die mit der Initiative verbundene Postkartenaktion kann den
unglaublichen Erfolg von 100.000 Unterschriften gegen Bevormundung
und Überregulierung verzeichnen", freut sich Wilhelm Gröbner über den
Erfolg der Aktion.

"Diese Unterschriften sind ein deutliches Zeichen der Bürgerinnen und
Bürger und dürfen von den Politikern nicht unberücksichtigt bleiben.
Wir werden diese Unterstützung als Stärkung für unsere Gespräche mit
den Verantwortlichen nutzen", verspricht KommR Peter Trinkl, Obmann
des Bundesgremiums der Tabaktrafikanten Österreichs.

Ebenso deutlich sind die Ergebnisse einer im Mai 2013 durchgeführten
repräsentativen, exklusiven Studie, mit der übergeordneten Frage: Für
wie sinnvoll hält die österreichische Bevölkerung neue
EU-Vorschriften für Tabak? So halten 70% der Befragten die von der EU
geplanten größeren Warnhinweise auf den Zigarettenpackungen nicht für
geeignet, um den Tabakkonsum von Jugendlichen einzudämmen. Dieser
Maßnahme stehen die ÖsterreicherInnen mehr als skeptisch gegenüber.
Ein Verbot der Menthol- und Slim-Zigaretten halten ebenso 70% nicht
für zielführend, um einen Rückgang des Tabakkonsums zu erreichen. Die
Befürchtungen der Tabaktrafikanten, dass diese Produkte auf dem
Schwarzmarkt oder im EU-Ausland beschafft werden, werden dadurch mehr
als bestätigt.

Wilhelm Gröbner kommentiert die Studie: "Das Ergebnis bestärkt unsere
kritische Position. Die Überlegungen der EU zur Reduzierung von
Produktvielfalt und zur Vereinheitlichung von Zigarettenpackungen -
denn nichts anderes geschieht bei der Einführung exzessiv großer
Schockbilder - haben auch in den Augen der österreichischen
Bevölkerung nicht das Potenzial, die gesundheitspolitischen Ziele zu
erreichen. Und genau aus diesem Grund sind wir der Meinung, dass das
Ausmaß an Bevormundung aus Brüssel mehr als reicht!"

Mag. Michael Svoboda, Präsident KOBV Kriegsopfer- und
Behindertenverband Österreich: "Abgesehen davon, dass die EU mit dem
vorliegenden Entwurf der Tabakprodukterichtlinie erneut und völlig
unnötig in Grundrechte der EU-Bürger eingreift und entgegen den
bewährten Subsidiaritätsprinzipien in der EU wiederum nationale
Gesetzgebungen aushebelt und diese zu beschränken versucht, geht es
in Österreich zudem auch um die Vernichtung hunderter Arbeitsplätze
von Menschen mit Behinderungen, um die Vernichtung von
Existenzgrundlagen und die Förderung des Anstieges der
Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderungen, ihrer mit tätigen
Familienangehörigen und ihrer MitarbeiterInnen, was ich als
Interessenvertreter von Menschen mit Behinderungen nicht hinnehmen
kann."

DI Tina Reisenbichler, Geschäftsführerin MVG Monopolverwaltung GmbH:
"Es darf nicht übersehen werden, dass der von der EU geforderte
Jugendschutz in Österreich schon längst durch das Tabakmonopol
gewährleistet ist. Mit den jetzt geplanten Maßnahmen schießt die EU
weit über das Ziel hinaus und gefährdet sowohl das Monopol als auch
die wirtschaftlichen Existenzen tausender Menschen."

"Wir werden weiter kämpfen", kündigt Wilhelm Gröbner abschließend die
nächste Aktion der Initiative an. "Ab dem Aktionstag 17. Juni werden
wir die EigentümerInnen und MitarbeiterInnen von ausgewählten
Tabaktrafiken in Wien mit T-Shirts unserer Initiative ausstatten und
so verstärkt zur Unterstützung unseres Protests auf
www.eu-es-reicht.at auffordern."

Über den VCPÖ und seine Initiative "Liebe EU, ES REICHT"

Der VCPÖ - Verband der Cigarren- und Pfeifenfachhändler Österreichs -
wurde 1999 von österreichischen Tabakfachhändlern gegründet.
Vorrangiges Ziel ist die stetige Verbesserung und Sicherung der
Qualität der Handelsgeschäfte, sowie das Eintreten des Verbandes für
das Kulturgut Tabak und eine friedliche, gesellschaftliche Koexistenz
von Rauchern und Nichtrauchern.

Die aktuelle VCPÖ Initiative "Liebe EU, ES REICHT!" will mit
österreichweiten Informationsveranstaltungen die Öffentlichkeit,
Medien und Politiker auf die Pläne der EU zu einer Verschärfung der
derzeit geltenden Tabakproduktrichtlinie und deren massiven
Auswirkungen aufmerksam machen. Unterstützt werden die
Veranstaltungen durch eine Postkartenaktion an die verantwortlichen
Politiker in Wien und Brüssel.
Weitere Informationen unter: www.eu-es-reicht.at

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4246

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