• 12.06.2013, 14:35:55
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JG-Kucharowits: Spindelegger lebt an der Realität der Menschen vorbei

ÖVP-Vorschlag macht das Leben von Millionärinnen und Millionären leistbarer

Utl.: ÖVP-Vorschlag macht das Leben von Millionärinnen und
Millionären leistbarer =

Wien (OTS/SK) - Der heutige Vorschlag der ÖVP für ein leistbares
Leben führt dazu, dass Reiche noch reicher werden. "Spindelegger hat
anscheinend jeglichen Bezug zur arbeitenden Bevölkerung verloren",
zeigt sich die Bundesvorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ
(JG) Katharina Kucharowits am Mittwoch über das ÖVP Modell entsetzt.
"Wenn die ÖVP das Leben der Durchschnittsbürgerinnen und -bürger
wirklich leistbar machen will, dann muss sie für höhere Löhne,
vernünftige Arbeitszeiten und leistbares Wohnen eintreten. Aber
Spindelegger hat den Kern des Problems anscheinend nicht erkannt", so
Kucharowits. ****

Höhere Löhne statt Senkung der Abgaben

In einer solidarischen Gesellschaft sollten diejenigen ihren Beitrag
leisten, die es können und jene davon profitieren, die es brauchen.
Die pauschale Senkung von Gebühren und Abgaben ist der falsche Weg.
Hier zeigt sich wieder einmal, dass die ÖVP auf der Seite der Reichen
und Unternehmerinnen und Unternehmer steht. "Die ÖVP sollte sich
lieber darüber Gedanken machen, dass es noch immer Menschen in
Österreich gibt, die für 40 Stunden Arbeit einen Hungerlohn bekommen,
das ist untragbar", bekräftigt Kucharowits.

Flexibilisierung auf Kosten der Familie und der Gesundheit

"Die Idee, dass eine Flexibilisierung der Arbeitszeit Sicherheit für
den Arbeitsplatz schafft, ist absurd", sagt Kucharowits. Ganz im
Gegenteil führt diese Tendenz zur Ausbeutung von Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmern. Immer mehr Menschen sehen sich dazu gezwungen
jederzeit einsatzbereit zu sein. "Das zunehmende Verschwimmen von
Arbeitszeit und Freizeit führt dazu, dass immer mehr Menschen einem
permanenten psychischen Druck ausgesetzt sind. Das bedeutet im
Endeffekt Burn-Out und zu wenig Zeit für die Familie", beschreibt
Kucharowits die Lebensrealitäten.

100 Euro pro Quadratmeter sind genug

Ein weiterer Ansatz, um das Leben leistbarer zu machen sieht
Kucharowits im Bereich Wohnen. "Die ÖVP hat sich mit diesem Thema
schmücken wollen, aber wo ist es jetzt hin?", fragt sich die
JG-Bundesvorsitzende. "Wir fordern die sofortige Zweckwidmung der
Wohnbaufördermittel und die Beschränkung des Genossenschaftsanteils
auf 100 Euro pro Quadratmeter. Denn damit würde es zu einer echten
Entlastung junger Menschen kommen", sagt Kucharowits. (Schluss) sn/mp

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