- 11.06.2013, 16:43:04
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Mitterlehner: Stahl-Aktionsplan der EU setzt richtige Schwerpunkte und Ziele
Re-Industrialisierung schafft Wachstum und Arbeitsplätze in Europa - Energiepreise, faire Wettbewerbsbedingungen und schnellere Freihandelsabkommen im Fokus der EU-Kommission
Utl.: Re-Industrialisierung schafft Wachstum und Arbeitsplätze in
Europa - Energiepreise, faire Wettbewerbsbedingungen und
schnellere Freihandelsabkommen im Fokus der EU-Kommission =
Wien/Brüssel (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner
unterstützt den am Dienstagnachmittag in Brüssel von der
EU-Kommission präsentierten Europäischen Aktionsplan für die
Stahlindustrie. "Die Stahlindustrie ist mit ihren 360.000
Beschäftigten und einem Umsatz von 190 Milliarden Euro pro Jahr ein
wichtiger Faktor für Wachstum und Beschäftigung am Standort Europa.
Allerdings steht die Branche aufgrund der steigenden Konkurrenz aus
China und teils hohen Rohstoff- und Energiepreisen in einem scharfen
internationalen Wettbewerb und muss daher gezielt unterstützt werden.
Nur so können wir das Ziel einer Re-Industrialisierung erreichen",
betont Mitterlehner.
Der Aktionsplan sieht ein Bündel an Maßnahmen und Zielen vor, mit
denen die Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen unterstützt werden.
Ein besonderer Fokus liegt auf den Energiepreisen. "Die Energiepreise
sind mehr denn je ein wichtiger Standortfaktor und müssen daher auch
in der Energie- und Klimapolitik stärker berücksichtigt werden. Eine
Verlagerung von in Europa vergleichsweise klimaschonender Produktion
führt global zu höheren Emissionen und nützt somit weder dem Klima
noch dem Wirtschaftsstandort", bekräftigt Mitterlehner.
Ein weiterer Schwerpunkt des Aktionsplans liegt auf der Schaffung
fairer Wettbewerbsbedingungen und geringerer Hürden für den
internationalen Markteintritt. "In Zukunft muss die Stahlindustrie
noch stärker auf die Erschließung neuer Märkte mit neuen
spezialisierten Produkten setzen, um global konkurrenzfähig zu
bleiben. Dafür braucht es keine Subventionswettläufe, sondern faire
Handelspraktiken und gleichzeitig schnellere Abschlüsse von
Freihandelsabkommen mit Drittstaaten", betont Mitterlehner.
Europäische Lösungen sind, wie im Aktionsplan angeführt, auch für die
ausreichende Versorgung der Industrie mit wichtigen Rohstoffen
notwendig. "Österreich beteiligt sich daher aktiv an der
Rohstoffinitiative der EU-Kommission, die auf einen faireren Zugang
der Unternehmen zu Rohstoffen auf dem Weltmarkt, die bessere
Versorgung aus europäischen Quellen und mehr Ressourceneffizienz
setzt", so Mitterlehner. Wichtig seien in diesem Zusammenhang auch
bessere Rahmenbedingungen für das Aufkommen und die Wiederverwertung
von Stahl- und Eisenschrott in der EU, um den Verlust in Drittstaaten
zu reduzieren und den Mangel der Industrie zu beheben.
11.06.2013
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