- 11.06.2013, 12:56:02
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Becker: Wir wollen "Amour" und nicht nur "Rambo"
ÖVP-EU-Abgeordneter fordert Ausnahme des Kultursektors bei EU-USA Handelsabkommen
Utl.: ÖVP-EU-Abgeordneter fordert Ausnahme des Kultursektors
bei EU-USA Handelsabkommen =
Straßburg, 11. Juni 2013 (OTS) "Wir wollen mehr 'Amour'
statt von 'Rambo' überrollt zu werden. Wir müssen
sicherstellen, dass der Druck auf die Wettbewerbsfähigkeit und
die Vielfalt des europäischen Kultur- und Mediensektors durch
das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA
nicht zu groß wird", so Heinz K. Becker, Kultursprecher der
ÖVP im EU-Parlament. Gemeinsam mit europäischen
Filmregisseuren fordert der ÖVP-EU-Abgeordnete eine Ausnahme
des Kultursektors beim geplanten EU-USA Freihandelsabkommen.
"Die EU hat viel Geld und Energie in die Förderung einer
lebendigen und wettbewerbsfähigen europäischen Filmwirtschaft
mit kulturellem Anspruch gesteckt. Das darf nicht aufs Spiel
gesetzt werden", so Becker. ****
Im Jahr 2010 war der Marktanteil des europäischen Films in
den USA bei 6,5 Prozent, während der durchschnittliche
Marktanteil von US-Kinofilmen in Europa bei 61,4 Prozent lag.
Der audiovisuelle Sektor beschäftigt über eine Million
Europäer. "Dies jedoch nur durch die wirtschaftliche Brille zu
sehen wäre kurzsichtig. Die kulturelle Authentizität und
Vielfalt ist ein wesentlicher Bestandteil der europäischen
Identität", so Becker. Der österreichische Oscarpreisträger
Michael Haneke ist Mitunterzeichner der Initiative von
europäischen Filmregisseuren. "Hanekes Erfolge, genau wie die
des französischen Films oder der italienischen Musik, sind
förderwürdige und schützenswerte Kulturgüter, die einen
Beitrag zu Bildung und Erhalt der europäischen Identität
leisten", so Becker.
EU und Vereinigte Staaten sind füreinander die jeweils
wichtigsten Handelspartner. Gemeinsam tragen sie 47 Prozent
zur globalen Wirtschaftsleistung bei. Sie vereinen rund 26
Prozent des Warenhandels und rund 35 Prozent des Handels mit
Dienstleistungen auf sich. "Ein positiver Abschluss der
Verhandlungen würde die EU und die USA zum größten
Freihandelsraum der Welt machen. Das EU-Parlament hat eine
klare Forderungsliste, die es in dem Abkommen integriert
wissen will. Darunter die Kulturausnahme, zu der sich auch
bereits 14 Kulturminister der Mitgliedstaaten bekennen ", so
Becker.
Rückfragen:
Heinz K. Becker, MEP, Tel.: +32-2-284-5288
[email protected]
Anna Meusburger M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-493-183297
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