- 10.06.2013, 09:35:28
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Wachsende Zahl an DialysepatientInnen: Wiener Kongress (14. & 15. Juni 2013)
Internationale ExpertInnen diskutieren Früherkennung, Präventionsmaßnahmen und Behandlungsinnovationen
Utl.: Internationale ExpertInnen diskutieren Früherkennung,
Präventionsmaßnahmen und Behandlungsinnovationen =
Wien (OTS) - Rund 8.500 Menschen in Österreich leben laut
Österreichischem Dialyse- und Transplantationsregister (ÖDTR, 31.12.
2012) aufgrund einer terminalen Niereninsuffizienz bereits mit einer
Dialyse oder einem funktionierenden Nierentransplantat. Häufigste
Ursache sind Bluthochdruck, Diabetes mellitus und eine immer älter
werdende Bevölkerung. Angesichts der wachsenden Zahl von
DialysepatientInnen (seit 2002 PatientInnenzuwachs von ca. 33
Prozent) veranstaltet das Gefäßforum Österreich dieses Jahr von 14.
bis 15. Juni einen internationalen Fachkongress zum Thema "Niere -
Ersatz - Therapie" in der Wiener Börse. Die Veranstaltung mit
namhaften ReferentInnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz
steht ganz im Zeichen des interdisziplinären Dialogs. Diskutiert
werden weniger die gut etablierten Dialysetherapien, sondern
Diagnostik, Prävention, neue Fallzahlen und Hybridprothesen sowie die
Herausforderungen an das Gesundheitssystem.
Mehr Infos zu Programm & ReferentInnen:
www.wiener-gefaessgespraeche.at
JournalistInnen sind herzlich eingeladen, am Kongress teilzunehmen!
"Eines der brennenden Themen und Herausforderungen unseres
Gesundheitssystems sind Dialysepatienten, die auch in allen anderen
Gefäßstrombahnen - Herz, Hirn, Extremitäten - sehr herausfordernde
Erkrankungsmuster aufweisen. Im Mittelpunkt des Kongresses stehen
Diagnose, Früherkennung und Prävention. Medizinisch-wissenschaftliche
Untersuchungen belegen, dass eine rechtzeitige Früherkennung und eine
geeignete Therapie die Dialyse verhindern oder zumindest verzögern
können", so Prim. PD Dr. Afshin Assadian, wissenschaftlicher Sprecher
des GFÖ und Vorstand der Gefäßchirurgie am Wilhelminenspital Wien.
Enorme Einschränkung der Lebensqualität, Ursachen & Therapien,
Kosten
DialysepatientInnen sind mit einer enormen Einschränkung ihrer
Lebensqualität konfrontiert. Abgestimmte Ernährungspläne, Beobachtung
der zugeführten täglichen Trinkmengen, medikamentöse Behandlungen,
Injektionen und mehrmals wöchentlich Krankenhausbesuche (dreimal pro
Woche Klinikaufenthalte von jeweils etwa fünf Stunden) sind für
DialysepatientInnen unumgänglich.
Die Ursachen für Nierenerkrankungen können vielschichtig sein. Zu
den Hauptrisikofaktoren zählen hauptsächlich die arterielle
Hypertonie (umgangssprachlich als Bluthochdruck bekannt) und Diabetes
mellitus, des Weiteren Nikotinabhängigkeit und das Alter. Auch
beispielsweise Nierensteine, chronische Nierenentzündungen,
Nierenkrebs, Nierenbeckenentzündungen oder auch die unsachgemäße
Einnahme von Schmerzmitteln können dazu führen.
In der Behandlung ist aus medizinischer und ökonomischer Sicht
eine Nierentransplantation laut Dr. Christian Moser, GFÖ Vorstand und
Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie am Wilhelminenspital
Wien, im Vergleich zu den verschiedenen Dialyseverfahren
vorteilhafter. Die Belastung und der Lebensqualitätsverlust sind
weniger hoch als bei Dialyseverfahren.
Eine neue Behandlungsmöglichkeit in der Dialysechirurgie stellen
sogenannte Hybrid-Gefäßprothesen dar, die auch im Rahmen des
Kongresses diskutiert werden.
Insgesamt werden jährlich in Österreich ca. 172 Millionen Euro für
DialysepatientInnen ausgegeben. Nachsorge und Folgemedikation der
Transplantation kosten jährlich zwischen 6.000 und 12.500 Euro, die
Dialyse dagegen je nach Methode zwischen 25.000 und 50.000 Euro pro
Jahr und PatientIn.
Anforderungen und Bedarf an GefäßchirurgInnen wachsen
Da Gefäßerkrankungen bei älteren Menschen besonders häufig
auftreten, nimmt die Anzahl gefäßkranker PatientInnen ständig zu.
Diese Entwicklung geht einher mit einem zunehmenden Bedarf sehr gut
ausgebildeter GefäßchirurgInnen. Hinzu kommen technologische
Neuentwicklungen aus der Industrie. "Als Kooperationspartner haben
wir deshalb VASCULAR INTERNATIONAL eingeladen, die am Kongress ein
neues, pulsatiles Simulations-Armmodell vorstellen werden, an dem
Gefäßchirurgen verschiedene Zugangswege für Patienten üben können,
die eine Hämodialyse brauchen. Wir freuen uns auch, dass wir
international renommierte Experten für den Fachkongress gewinnen
konnten", so Mag. Marcus Wilding, Geschäftsführer Gefäßforum
Österreich.
Fachkongress "Niere - Ersatz - Therapie"
14.-15. Juni 2013, Freitag 9.00-18.30 Uhr, Samstag 9.00-15.00 Uhr
Großer Festsaal der Wiener Börse, Wipplingerstraße 34, 1010 Wien
Links: www.wiener-gefaessgespraeche.at, www.gefaessforum.at,
www.vascular-international.org
Über das Gefäßforum Österreich
Das Gefäßforum Österreich steht dieses Jahr ganz im Zeichen der
interdisziplinären Zusammenarbeit zur Verbesserung der Versorgung von
DialysepatientInnen. Neben der Aufklärungs- und Informationsarbeit
für PatientInnen widmet sich das GFÖ auch der Förderung von
Forschung, Diagnose und Therapie rund um Gefäßerkrankungen.
Prominente Unterstützer des GFÖ sind Dr. Heinz Bachmann, Dr.
Christoph Gerin-Swarovski,
Dagmar Koller, Samy Molcho, Dr. Claus Raidl, Peter Rapp und Dr. Franz
Vranitzky. Die erfolgreiche Bauchaortenaneurysma-Gesundheitskampagne
wird auch heuer wieder fortgesetzt. Kostenloses Informationsmaterial
zum Bauchaortenaneurysma sowie zur chronischen Wunde stehen zum
Download unter www.gefaessforum.at oder zum Bestellen unter
[email protected] zur Verfügung.
Download Presse-Fotos Dr. Assadian, Dr. Moser & Mag. Wilding
unter www.commedia.co.at/newsstage
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