- 09.06.2013, 12:35:41
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BZÖ-Huber fordert Glyphosat-Verbot!
Wien (OTS) - BZÖ-Landwirtschaftssprecher gerhard Huber verlangt von
ÖVP-Landwirtschafts- und angeblich auch Umweltminister Nikolaus
Berlakovich, mittels Verbot einen sofortigen Zulassungsstopp für alle
Glyphosathaltigen Pflanzenschutzmittel in Österreich umzusetzen und
sich auch auf europäischer Ebene für einen sofortigen Stopp der
Zulassung für Glyphosat einzusetzen", erinnert BZÖ-Agrarsprecher
Gerhard Huber. "Obwohl Österreich die Möglichkeit hat, den Wirkstoff
Glyphosat sofort bis zur Reevaluierung (Neubewertung) zu verbieten,
denkt die ÖVP nicht einmal daran", so Huber.
Der BZÖ-Landwirtschaftssprecher verweist auf neueste Erkenntnisse,
die besagen, dass, anders als bisher angenommen, der Wirkstoff
Glyphosat - ein Totalherbizid das alle grünen Pflanzenteile umgehend
tötet und dessen Anwendung in Österreich sich in den letzten zehn
Jahren mengenmäßig fast vervierfacht hat - keinesfalls schnell
abgebaut, sondern im Boden gebunden wird. Dort ist es auch nach
mehreren Jahren noch wirksam. Über die Wurzeln wird es dann sehr wohl
auch von anderen Pflanzen aufgenommen und schädigt und schwächt
wiederum die umliegenden Kulturpflanzen, und zwar nachhaltig. Diese
werden anfälliger für Krankheiten.
Anstatt hier aktiv zu kontrollieren und dort zu suchen, wo man die
Chemie in unserer Umgebung nicht gleich vermutet, werden Lebensmittel
aktuell nicht von der AGES auf das Vorhandensein von Glyphosat
getestet. Das ist umso verwerflicher da es seit wenigen Jahren üblich
geworden ist dieses Gift auch als so genannten "Erntehelfer", kurz
vor der Ernte auch auf unser Brotgetreide aufzubringen. Die
Österreichischen Haushalte, die ÖBB; viele Gemeinden und Gärntner und
verwenden es teils ungeniert, teils unwissend zur Unterstützung der
Faulheit der Anwender, die keine unerwünschten Beikräuter mehr zupfen
wollen.
Dass die EU das abgelaufene Glyphosat bis 2015 verlängert hat zeigt
für Huber deutlich, wo das tatsächliche Problem liegt: "Ein
Landwirtschaftsministerium und die Wirtschaft können niemals - wie im
Ausschuss selbst von den dortigen Experten zugegeben - mit der AGES
"gut" zusammenarbeiten. So wurde eine diesbezügliche Studie der AGES
von der Industrie finanziert. "Aufgabe von hochbezahlten
österreichischen Kontroll- und Untersuchungseinrichtungen wie der
Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit muss
die Kontrolle sein, nicht die Verbrüderung mit den Verursachen einer
profitmaximierten chemischen Welt die man seinen Kindern so nicht
mehr hinterlassen kann. Wer unsere Nahrung vergiftet, vergiftet
unsere Zukunft. Dass sich die Regierung hier zum Helfershelfer der
Gift-Lobby macht, ist verwerflich und zeigt, dass für SPÖ und ÖVP
Profit vor Gesundheit geht", so Huber.
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