- 06.06.2013, 19:10:14
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Klug: "Sicherheit unserer Soldaten hat Vorrang"
Geordneter Abzug vom Golan
Utl.: Geordneter Abzug vom Golan =
Wien (OTS/BMLVS) - Das Österreichische Bundesheer wird nach 39 Jahren
den Einsatz bei der UN Disengagement Observer Force (UNDOF) beenden.
Nachdem sich in den letzten Tagen die Sicherheitslage im
Verantwortungsbereich geändert hat, wurde seitens der Bundesregierung
aufgrund der Empfehlung von Verteidigungsminister Gerald Klug die
Entscheidung zum Abzug getroffen.
Trotz kontinuierlicher Verschärfung der Lage in den letzten Wochen
und Monaten hat das Bundesheer seinen Auftrag auf den Golanhöhen
erfüllt. Zuletzt musste auch der Abzug der kroatischen Soldaten
kompensiert werden. Die Vorfälle der letzten Tage zeigten aber, dass
weder die Mission durch die Konfliktparteien anerkannt, noch die
Versorgung und die Rotationen auf Dauer sichergestellt werden können.
"Ich bin mir unserer Verantwortung gegenüber unseren internationalen
Partnern, den Vereinten Nationen und Israel bewusst. Aber genauso bin
ich für die Sicherheit meiner Soldaten verantwortlich, daher habe ich
den Abzug empfohlen", sagt Bundesminister Klug.
Ausschlaggebend war die vorübergehende Schließung des sogenannten
Bravo-Gates, das die wesentliche Verbindungslinie für die Versorgung
des Kontingents darstellt. Dies zeigte, dass die syrische Regierung
nicht mehr in der Lage ist, die Unterstützung der UN zu
gewährleisten. Zusätzlich war der heutige Kampf um Quneitra ein
gezieltes Zusammenwirken verschiedener Rebellengruppen, was eine neue
Qualität der Kampfführung im Einsatzraum der Österreicher darstellte.
Das Bundesheer wird sich geordnet innerhalb von zwei bis vier Wochen
von den Golanhöhen zurückziehen. Damit haben die anderen
Truppenstellernationen, die UN und Israel, Zeit, um sich auf die
geänderten Rahmenbedingungen einzustellen. Die Situation im
Einsatzraum wird laufend beobachtet. Sollte es zu einer weiteren
Verschlechterung der Sicherheitslage kommen, kann dieser Vorgang noch
beschleunigt werden. "Im Vordergrund steht hier, dass wir alle
Soldaten gesund nach Hause bringen", so Bundesminister Klug.
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