- 06.06.2013, 10:13:55
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Geheimdokument: BZÖ-Bucher: IWF hat bei Griechenland bewußt gelogen
Wien (OTS) - "Jetzt ist es bewiesen. Österreichs Steuerzahler wurden
bei der Griechenland-Hilfe eiskalt belogen und betrogen. Wie eine
internationale Finanzmafia hat der Internationale Währungsfonds mit
Lügen dafür gesorgt, dass Banken und Hedgefonds - denen Griechenland
Geld geschuldet hat - dieses zurück erhalten haben und die Schulden
auf die Eurostaaten und damit auf die Bürger übergewälzt wurden", so
BZÖ-Chef Josef Bucher heute in Bezug auf Berichte des Wall Street
Journals und der Deutschen Wirtschaftsnachrichten. Der IWF gibt zu,
dass von Anfang an klar war, dass die Schulden Griechenlands nicht
tragfähig waren. Dennoch habe man dies in der Öffentlichkeit falsch
dargestellt, so ein geheimer interner IWF-Bericht. Davon hätten
letztlich die Banken und die internationalen Hedge-Fonds profitiert.
"Seit Jahren sind die Prognosen des Internationalen Währungsfonds
(IWF) zur wirtschaftlichen Entwicklung in Griechenland regelmäßig
viel zu positiv. Nun stellt sich heraus, dass es sich bei den
Fehlprognosen nicht um versehentliche Fehler handelt. In einem
geheimen Dokument gibt der IWF zu, die Daten zu Griechenland geschönt
zu haben. In einem internen Dokument mit dem Vermerk "streng
vertraulich" sagt der IWF, er habe die desaströsen Folgen seines
Sparprogramms für die griechische Wirtschaft massiv unterschätzt. Der
IWF sagt zudem, er habe die eigenen Regeln gebrochen, um
Griechenlands wachsende Schulden tragfähig erscheinen zu lassen. Das
Land habe damals drei von vier Kriterien des IWF nicht erfüllt, die
für eine Unterstützung nötig gewesen wären. Dies widerspricht
Äußerungen von IWF-Chefin Christine Lagarde und anderen führenden
Mitarbeitern. Sie hatten wiederholt gesagt, Griechenlands Schulden
seien "tragfähig" gewesen - das heißt, es sei wahrscheinlich, dass
sie im vollem Umfang und zum Termin zurückgezahlt werden. Außerdem
wäre eine sofortige Umschuldung Griechenlands billiger für die
europäischen Steuerzahler gewesen. Denn private Gläubiger wurden zwei
Jahre lang in vollem Umfang ausgezahlt mit dem Geld, das sie
Griechenland geliehen hatten. Griechenlands Schulden blieben
unverändert, doch nun hatte das Land Schulden beim IWF und der
Eurozone, nicht mehr bei Banken und Hedge Fonds", zitiert Bucher die
Deutschen Wirtschaftsnachrichten.
"Es zeigt sich erneut, dass das BZÖ mit seinen Warnungen völlig Recht
hatte und die Österreicher von der Regierung, der EU und dem IWF
betrogen worden sind, um den Großbanken und Spekulanten einen
möglichst verlustfreien Ausstieg aus ihren bis dahin hochlukrativen
Griechenlandgeschäften zu ermöglichen. Das ist offenbar nichts
anderes als ein skrupelloser Betrug am Steuerzahler", so Bucher.
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