- 05.06.2013, 13:07:17
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Stronach/Köfer/Haslitzer: "Kahlschlag bei ORF-Landesstudios droht!"
Team Stronach kritisiert falsche Schwerpunktsetzung bei Sparpolitik des ORF und fordert mehr Mitbestimmung der Redakteure im Stiftungsrat
Utl.: Team Stronach kritisiert falsche Schwerpunktsetzung bei
Sparpolitik des ORF und fordert mehr Mitbestimmung der
Redakteure im Stiftungsrat =
Klagenfurt (OTS/TSFK TF) - Anlässlich des 60-Jahrjubiläums des ORF
Funkhaus in Klagenfurt am Samstag melden sich der Team
Stronach-Landesparteiobmann Landesrat Gerhard Köfer und der
Mediensprecher des Team Stronach für Kärnten, Willy Haslitzer, zu
Wort. Haslitzer bezeichnet das bevorstehende ORF-Jubiläum als "Feier
unter dunklen Wolken". "Im hervorragend geführten Kärntner
Landesstudio herrscht Entsetzen über die für 2014 geplante
Budgetreduktion von Euro 980.000,-, womit die Kärntner ORF-Crew um
einen Großteil ihrer Mittel gebracht würde. Umgelegt auf die neun
Landesstudios bedeutet dies eine Einschränkung um fast neun Millionen
Euro, die eine weitere Ausdünnung der Bundesland heute-Sendungen
bewirken könnte. Die regionalen Radios von Burgenland bis Vorarlberg
laufen Gefahr, zu CD-Abspielstationen zu schrumpfen. Am konkreten
Bespiel des ORF Kärnten, der sein beliebtes Format "Treffpunkt
Kärnten" im Herbst einstellen muss, drohen auch die Verabschiedung
von beliebten Ereignissen und Sendungen wie dem Bachmann-Preis,
Servus-Srecno-Ciao oder dem Sportwinter. Alle Landesstudios müssten
auf regional typische Programminhalte verzichten, ebenso wie auf
viele spannende Dokumentationen. Ein radikaler Kahlschlag droht",
warnt Haslitzer, der von 1978 bis 2011 im Landesstudio Kärnten,
zuletzt als Landesdirektor, tätig war.
Dabei haben die ORF-Landesstudios bereits seit über zehn Jahren
enorme Sparvorleistungen erbracht und müssen mit geringen
finanziellen Mitteln das Auslangen finden. "Mit dem so gelagerten
Sparzwang nimmt ORF-Boss Alexander Wrabetz die wichtigen
Landesstudios wieder einmal in Geiselhaft. Die neun
Bundesländerstudios, die auf Augenhöhe mit der Bevölkerung operieren,
sind das stärkste Argument für die Einhebung der ORF-Gebühren, die
Bundesland heute-Sendungen sind das nachhaltig erfolgreichste Produkt
des ORF", erklärt Köfer.
In diesem Zusammenhang warnt Köfer auch vor einer geplanten
Verkleinerung des Stiftungsrates: "Das klingt zwar gut, ist aber
reine Kosmetik, denn die ORF-Stiftungsräte arbeiten ehrenamtlich.
Eine Reduktion bedeutet auch, dass die Bundesländervertreter und
Vertreter kleinerer Parteien ausgesperrt werden. Damit können sich
Rot und Schwarz das Leitmedium ORF komplett unter sich aufteilen."
Köfer und Haslitzer fordern weiters, dass mehr erfahrene Redakteure
einen Sitz im Stiftungsrat erhalten sollten, denn diese bilden das
Rückgrat des Mediums. Derzeit vertreten lediglich zwei
Redakteurs-Zentralbetriebsräte die Interessen der für den objektiven
und unparteiischen Inhalt verantwortlichen TV-Journalisten. Bei
Besetzungen des Direktoriums verlangt Köfer wieder die geheime
Abstimmung: "Die praktizierte offene Wahl der Geschäftsführung dient
nicht der Transparenz, sondern ausschließlich der Kontrolle und
Machterhaltung. Eine geheime Abstimmung, die sofort eingeführt werden
kann, würde den Einfluss der sogenannten Freundeskreise, die
ausschließlich parteipolitisch agieren, verringern", schließt Köfer.
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