• 31.05.2013, 09:30:33
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Mitterlehner: Neues Lehrberufspaket tritt am 1. Juni in Kraft

Wirtschafts- und Jugendminister: Modernisierung von mehreren Lehrberufen und neues Spezialmodul für Elektromobilität und alternative Antriebssysteme

Utl.: Wirtschafts- und Jugendminister: Modernisierung von mehreren
Lehrberufen und neues Spezialmodul für Elektromobilität und
alternative Antriebssysteme =

Wien (OTS/BMWFJ) - Das Wirtschaftsministerium hat ein neues
Lehrberufspaket erarbeitet, das am Samstag, 1. Juni, in Kraft treten
wird. "Durch die Anpassung an neue Technologien und Trends stärken
wir die Lehre und unterstützen die Ausbildung der Fachkräfte von
morgen. Die jährliche Modernisierung nützt sowohl den
Ausbildungsbetrieben als auch den Jugendlichen", sagt Wirtschafts-
und Jugendminister Reinhold Mitterlehner.

Durch neue Ausbildungsordnungen werden insgesamt sechs Lehrberufe
modernisiert: Dabei geht es vor allem um die Anpassung an technische
Entwicklungen und neue Arbeitsprozesse in den jeweiligen Branchen
oder auch um die Anpassung an neue umwelt-/chemikalienrechtliche
Bestimmungen bzw. die Verwendung umweltschonenderer Produkte.
Modernisiert werden die folgenden Lehrberufe:
- Lackiertechnik (derzeit Lackierer)
- Speditionskaufmann
- Speditionslogistik
- Uhrmacher - Zeitmesstechniker
- Textilchemie: Dieser neue Lehrberuf umfasst die bisherigen
Lehrberufe Textilchemie und Stoffdrucker
- Textiltechnologie: Mit dieser neuen Ausbildungsschiene werden die
vier Lehrberufe Großmaschinsticker, Textilmechanik,
Textiltechnik-Maschentechnik & Textiltechnik sowie Webtechnik in
einem neuen, auf die aktuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Berufsbild
zusammengefasst

Neues Spezialmodul für Hochvolt-Antriebe kommt

Darüber hinaus wird im Modul-Lehrberuf Kraftfahrzeugtechnik ein neues
Spezialmodul für Elektromobilität und andere alternative
Antriebssysteme unter dem Titel "Hochvolt-Antriebe" etabliert. "Damit
wollen wir den langfristig steigenden Bedarf an Fachkräften für die
Wartung und Reparatur von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben
abdecken", erläutert Mitterlehner. Gerade bei Arbeiten mit
Hochvolt-Komponenten kommen auch das Elektrotechnikgesetz und die
Elektroschutzverordnung zum Tragen, weshalb eine umfassende,
fundierte Ausbildung notwendig ist. Um potenziellen Lehrbetriebe und
den Berufsschulen eine ausreichende Vorlaufzeit für die Ausbildung zu
sichern, tritt das neue Spezialmodul mit 1. Jänner 2015 in Kraft,
also im übernächsten Lehrjahr.

Modul-Struktur bewährt sich bei High-Tech-Berufen

Gut angenommen werden die mit dem Lehrberufspaket 2011 geschaffenen
neuen Modul-Lehrberufe Elektronik und Metalltechnik. In der neu
strukturierten Metalltechnik werden derzeit 3.077 Lehranfänger (davon
222 weibliche Lehrlinge) und in der Elektronik 267 Lehranfänger
ausgebildet. Nach der Umstellung wichtiger Berufsbereiche wie
Metalltechnik, Elektronik, Elektrotechnik, Installations- und
Gebäudetechnik und KFZ-Technik auf eine Modulstruktur werden derzeit
rund 25 Prozent der Lehrlinge im ersten Lehrjahr in Modulehrberufen
ausgebildet. "Die modularisierte Ausbildungsform bietet sich
besonders für High-Tech Berufe an. Auf Basis eines modernen
Baukastensystems sind nach einer branchen- und spartenübergreifenden
Basisausbildung zahlreiche Spezialisierungen möglich", betont
Mitterlehner die Vorteile.

Bewährt hat sich auch die Einrichtung moderner neuer Lehrberufe wie
zum Beispiel der Gleisbautechnik. Dort gibt es nach dem Start im
Vorjahr bereits 126 neue Lehrlinge. In dem mit dem Lehrberufspaket
2011 neu eingerichteten Lehrberuf Steuerassistenz werden inzwischen
255 Lehrlinge ausgebildet.

Weitere Details zu den rund 200 gewerblichen Lehrberufen stehen auf
der Webseite des Wirtschaftsministeriums (www.bmwfj.gv.at) in der
Rubrik "Berufsausbildung" zur Verfügung.

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