- 30.05.2013, 14:43:03
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Becker: Steigender Pflegebedarf in Europa erfordert dringend Reformen
Sozialausschuss des EU-Parlaments beschließt Forderungskatalog zur Sicherung der zukünftigen Pflegeversorgung
Utl.: Sozialausschuss des EU-Parlaments beschließt
Forderungskatalog zur Sicherung der zukünftigen
Pflegeversorgung =
Brüssel, 30. Mai 2013 (ÖVP-PD) "Wenn Europas Regierungen jetzt
nicht rasch die dringend erforderlichen Reformen durchziehen,
können wir den steigenden Pflegebedarf in Zukunft nicht decken. Wir
brauchen mehr und bestens ausgebildete Pflegekräfte sowie eine
Entlastung der großen Zahl pflegender Angehöriger", so der
Sozialsprecher der ÖVP, Heinz K. Becker, zur heutigen Abstimmung im
Sozialausschuss des EU-Parlaments über einen Forderungskatalog für
Reformen des Pflegewesens in den EU-Mitgliedsländern. "Wir freuen
uns, dass immer mehr Menschen immer länger leben, andererseits
müssen wir aber auch die Herausforderungen meistern, die sich aus
dem steigenden Bedarf und den Qualitätsanforderungen an die Pflege
ergeben", erklärt Becker. ****
"Einer der Gründe für den Mehrbedarf an Pflege- und
Betreuungsleistungen ist die stetig wachsende Zahl der Demenz- und
Alzheimerkranken", so der ÖVP-EU-Abgeordnete. Der Forderungskatalog
für Reformen des Pflegewesens, den der Sozialausschuss heute
beschlossen hat, sieht unter anderem die regelmäßige Erfassung der
Verfügbarkeit, Zugänglichkeit, Erschwinglichkeit und Qualität von
Pflegedienstleistungen in den EU-Mitgliedstaaten vor. Die
Zuständigkeit für die Pflegesysteme soll bei den Mitgliedstaaten
verbleiben. Durch bessere Koordinierung, gemeinsame Projekte und
den Austausch bewährter Praxismodelle sollen aber Reformen in den
Ländern angestoßen werden. "Die Pflege kann auch Jobmotor sein,
wenn wir es richtig angehen. Voraussetzung ist eine attraktive
Ausbildung vom Lehrberuf bis zur Hochschule und eine bestmögliche
Vereinbarkeit von Beruf und Familie", erklärt der ÖVP-
Sozialsprecher.
"Besonders wichtig ist es, die Pflege zuhause zu fördern,
wohnortnahe mobile Dienste auszubauen und pflegende Angehörige zu
entlasten", so Becker. Die Abgeordneten sind sich einig, dass auch
der Ausbau von Gesundheitsvorsorge und Präventionsmaßnahmen für ein
"gesundes und aktives Altern" Teil des Maßnahmenbündels sein
müssen. "Auch in Österreich würde das Pflegesystem auf einen
erfolgreichen Weg kommen, wenn die längst angekündigten Reformen
mutig und konsequent verwirklicht werden. Das Modell der
Alterswohlfahrt des Seniorenbunds ist die Messlatte für den
Sozialminister. Jetzt darf er keine Zeit mehr verlieren", so
Becker.
Rückfragen:
Heinz K. Becker, MEP, Tel.: +32-2-284-5288
[email protected]
Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-384784
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