- 29.05.2013, 11:02:34
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Stronach/Theuermann/Prasch: Opferschutzkommission muss eingeführt werden!
Team Stronach-Landtagsklub sieht in Kärnten Handlungsbedarf in der Vertretung von Opfern von Gewalt in öffentlichen Institutionen des Landes
Utl.: Team Stronach-Landtagsklub sieht in Kärnten Handlungsbedarf in
der Vertretung von Opfern von Gewalt in öffentlichen
Institutionen des Landes =
Klagenfurt (OTS/TSFK TF) - Noch immer ist Kärnten eines der wenigen
österreichischen Bundesländer, das über keine Opferschutzkommission
und damit über keine eindeutige und rechtlich bindende Vertretung für
Opfer, die in einer öffentlichen Institution des Landes Gewalt
erfahren mussten, verfügt. Zwar gibt es in Kärnten eine unabhängige
Opferschutzanwaltschaft der Katholischen Kirche, jedoch keine
Einrichtung, die sich Personen annimmt, die Gewalterfahrungen in
Institutionen gemacht haben, die der Fürsorge- bzw. Aufsichtspflicht
des Landes Kärnten unterliegen. "Um eine rasche Einführung dieser
wichtigen Kommission erreichen zu können, haben wir im Rahmen der
vergangenen Landtagssitzung am 16. Mai 2013 einen entsprechenden
Antrag eingebracht, mit dem die Landesregierung aufgefordert wird
eine Opferschutzkommission einzurichten und diese mit rechtlichen
Möglichkeiten auszustatten", erklärt die stellvertretende Klubobfrau
des Team Stronach im Kärntner Landtag, Isabella Theuermann.
In anderen Bundesländern wurden über die jeweiligen
Gewaltschutzzentren unabhängige und weisungsfreie Anlaufstelle für
Menschen geschaffen, die in den vergangenen Jahrzehnten zu Opfern von
institutioneller Gewalt wurden - sei es durch sexuellen Missbrauch,
Misshandlung oder Vernachlässigung: "Hier hat Kärnten enormen
Aufholbedarf, nach wie vor gibt es zahlreiche Menschen, die sich mit
ihrem persönlichen Schicksal nicht an die Öffentlichkeit trauen. Die
Opferschutzkommission muss sich auch mit Fällen beschäftigen, die
verjährt sind und daher strafrechtlich nicht mehr verfolgt werden
können. Diese Kommission entscheidet über eventuelle Hilfeleistungen,
entweder in Form eines finanziellen Ausgleichs durch Schmerzensgeld
für körperlich und seelisch erlittene Qualen oder durch Übernahme der
Kosten für Psychotherapien, zur Aufarbeitung des erlittenen
Gewalttat", so Theuermann weiter.
"Das Team Stronach hat unter der Leitung von LAbg. Theuermann bereits
ein Konzept erarbeitet, wie eine gut funktionierende
Opferschutzkommission in Kärnten installiert werden kann. Wir sind
der Überzeugung, dass es auf jeden Fall wichtig ist, den guten
Beispielen anderer Bundesländer zu folgen und das Gewaltschutzzentrum
Kärnten als Anlaufstelle für Betroffene zu installieren. Den
Mitarbeitern der Gewaltschutzzentren ist der professionelle Umgang
mit Opfern bekannt und zudem verfügen sie über das nötige rechtliche
Know-How in diesen Angelegenheiten und können somit als Sprachrohr
der Opfer fungieren", verdeutlicht Hartmut Prasch, Klubobmann des
Team Stronach im Kärntner Landtag, die Installierung.
"Wir laden renommierte Fachleute aus den unterschiedlichen Bereichen,
wie zum Beispiel Herrn Univ.-Prof. Dr. Klaus Ottomeyer, ein, dieses
Projekt zu unterstützen und ehrenamtlich in der Opferschutzkommission
mitzuwirken", schließt Theuermann, die in den nächsten Tagen mit
allen Landtagsparteien Kontakt aufnehmen wird und sich eine
einstimmige Annahme des Antrages erwartet.
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