• 26.05.2013, 18:24:01
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Neues Volksblatt: "Sehr kurz gedacht" (von Christian Haubner)

Ausgabe vom 27. Mai 2013

Utl.: Ausgabe vom 27. Mai 2013 =

Linz (OTS) - Es mag schon sein, dass sich Kanzler Faymann Applaus in
Vorwahlzeiten erwartet, wenn er mehr Abgaben von "den Banken"
fordert. Viel mehr als parteipolitisches Kalkül kann es aber wohl
nicht sein: Denn "die Banken" gibt es nicht. So ist es zwar
unbestritten, dass große internationale Investmenthäuser durch
hochspekulative Geschäftsmodelle sehr wesentlich zur Krise
beigetragen haben. Auf der anderen Seite haben jedoch andere - und
dabei gerade etwa die oberösterreichischen Regionalbanken - immer
sehr solide und verantwortungsbewusst gewirtschaftet und sind sicher
für keine Krise verantwortlich.
Damit entlarvt sich Faymann einmal mehr als Populist, der für ein
wenig Beifall bereit ist, großflächige Schäden in Kauf zu nehmen.
Denn eines steht außer Zweifel: Wenn man Banken neben Elementen wie
der Finanztransaktionssteuer und den anstehenden strengeren
Eigenkapitalregeln vonseiten der Europäischen Union weitere
Belastungen aufbürdet, hat das nicht nur Auswirkungen auf die
Geldhäuser. Man trifft vielmehr in weiterer Folge - und vor allem -
auch breite Schichten der Bevölkerung, von Familien über Häuslbauer
bis hin zu kleinen und großen Unternehmen. Denn dann werden Kredite
teurer oder erst gar nicht vergeben. Und das gefährdet den Aufschwung
und somit Sicherheit, Arbeitsplätze und Wohlstand. Hinhauen auf "die
Banken" ist somit gefährlich kurz gedacht.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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