- 26.05.2013, 10:21:49
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FP-Frigo fordert einheitliche operative Führung des AKH
Rechnungshofbericht macht Managementfehler durch Kompetenzen-Dschungel und Kommunikationsdefizite deutlich
Utl.: Rechnungshofbericht macht Managementfehler durch
Kompetenzen-Dschungel und Kommunikationsdefizite deutlich =
Wien (OTS/fpd) - Eine einheitliche operative Führung des AKH fordert
heute der Gesundheitssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Univ.-Prof. Dr.
Peter Frigo, denn der jüngste Rechnungshofbericht ist vernichtend.
Die Managementfehler im größten Krankenhaus Österreichs sind eklatant
und die Folge einer falschen Struktur. Es kristallisieren sich
derzeit mehrere Probleme heraus. Es brennt der Hut, denn bis dato
gibt es keine Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz-Betriebsvereinbarung
mit Stichtag 1. Juli. Deshalb droht laut Thomas Perkmann,
Vorsitzender des Betriebsrats des wissenschaftlichen Personals, ein
AKH Ausfall noch im Jahr 2013, weil es dann keine
Arbeitszeitvereinbarung für das ärztliche und zahnärztliche Personal
in der MedUni Wien gibt.
Dass es ein Nebeneinander statt einem Miteinander von Pfleger
(Gemeinde) und Arzt (Bund) gibt, zeigt sich am Beispiel der Umsetzung
des §15 Bundesgesetz über Gesundheits- und Krankenpflegeberufe, über
den diese Berufe betreffenden mitverantwortlichen Tätigkeitsbereich
zur Durchführung diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen nach
ärztlicher Anordnung. Im AKH muss die Verabreichung von Injektionen
oder auch Blutabnahmen von den Ärzten selbst durchgeführt werden,
während derartige Tätigkeiten in anderen Krankenhäusern durch das
Pflegepersonal erledigt werden darf, klärt Frigo auf.
Eine Neuerung soll das Arbeitspaket 7 (AP7) bringen, dass die
Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Krankenschwestern reglementiert.
"Wenn allerdings für eine Infusion durch eine Krankenschwester fünf
Unterschriften notwendig sind, dann sollte dieses Arbeitspaket 7 wohl
dringendst überdacht werden. Laut einer Studie der Wiener Ärztekammer
verbringen Wiener Ärzte den Großteil ihrer Zeit damit, Infusionen zu
setzen oder Injektionen zu verabreichen - Österreich ist das einzige
europäische Land, in dem diese Tätigkeiten nicht vom Pflegepersonal
übernommen werden. Daher kommen die eigentlichen ärztlichen
Tätigkeiten zu kurz und machen vor allem die Ausbildungszeiten eines
Arztes unattraktiv. Nach dem Studium geht deshalb ein Viertel der
Jungmediziner ins Ausland", kritisiert Frigo und meint abschließend,
"wenn nicht schnellstens ein Konzept für eine einheitliche operative
Führung auf dem Tisch liegt, droht ein Fachärztemangel und weiterhin
werden Steuermillionen verschleudert." (Schluss) hn
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