- 24.05.2013, 15:29:51
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ORF-"Kulturmontag" am 27. Mai: Dan Brown und Wolfgang Joop im Interview
Premiere für preisgekrönte Helnwein-Doku "Piraten und Engel - Gottfried Helnweins Kinder im Porträt"
Utl.: Premiere für preisgekrönte Helnwein-Doku "Piraten und Engel -
Gottfried Helnweins Kinder im Porträt" =
Wien (OTS) - Martin Traxl präsentiert am 27. Mai 2013, um 22.30 Uhr
in ORF 2 einen "Kulturmontag" mit Beiträgen über den neuen Roman von
Dan Brown und zeigt den Thriller-Superstar im Interview. Zudem bringt
das erfolgreiche ORF-Kulturmagazin einen Beitrag über die
Wiederauferstehung des Fahrrades als Hipster-Gadget. Im Studio
philosophiert Konrad Paul Liessmann über das zielgerichtete
Fortbewegen auf einer Humanmaschine. Hermann Knoflacher denkt zudem
für den "Kulturmontag" über visionäre Verkehrskonzepte nach.
Ebenfalls zu sehen: Die preisgekrönte Doku "Piraten und Engel -
Gottfried Helnweins Kinder im Porträt" von Margit Weixelbraun-Piskaty
und Konrad Weixelbraun. Die Wiener Albertina zeigt ab 25. Mai
anlässlich des 65. Geburtstags von Gottfried Helnwein die größte
Retrospektive seines Werkes im deutschsprachigen Raum. Die ORF-Doku
widmet sich dem Lieblingsmotiv des Künstlers: seinen Kindern. Ihre
Gesichter lösten einst Skandale aus: bandagiert, geschunden,
verwundet - auf großformatigen Bildern. Helnwein gab diesen Motiven
das Gesicht seiner eigenen Kinder. Der Schock saß tief; für die
Familie aber war es ein ganz normaler Prozess, wie die Protagonisten
des Films, eine Tochter und zwei Söhne des bedeutenden
österreichischen Malers, erzählen. Alle drei sind mittlerweile
erfolgreich in die künstlerischen Fußstapfen des Vaters getreten.
ORF-Filmemacher Margit Weixelbraun-Piskaty und Konrad Weixelbraun
haben sie in ihren Wohnungen und Ateliers in Los Angeles besucht. Auf
Wunsch der Familie wurde ausschließlich spät abends und nachts
gedreht, da alle "Nachtmenschen" seien. Aber nicht nur Tochter und
Söhne von Gottfried Helnwein kommen erstmals ausführlich zu Wort.
Auch seine Frau Renate führte zum ersten Mal ein langes Gespräch vor
der Kamera. Und der Meister selbst nimmt im Film, der unter dem Titel
"Piraten und Engel - Gottfried Helnweins Kinder im Porträt"
ausgestrahlt wird, Stellung: zu seiner Vaterrolle, zur Wirkung, die
seine Kunst auf Kinder hat, zum Modellstehen seiner Kinder.
Margit Weixelbraun-Piskaty: "Die Helnweins sind eine äußert
sympathische, aufgeschlossene Familie. Es war spannend, sie
kennenzulernen und ihr Leben und Werken filmisch festzuhalten. Und
natürlich sind wir dankbar, dass sie uns für kurze Zeit an ihrem
Familienleben teilnehmen ließen." Konrad Weixelbraun ergänzend: "Als
Journalist habe ich immer versucht, Radio- und Fernsehgeschichten
anders zu machen als andere, habe andere Zugänge gefunden und das ist
uns bei den Kindern der Familie Helnwein auch gelungen; noch dazu
haben wir diese Dokumentation selbst gefilmt und selbst geschnitten."
Die beiden Filmemacher unisono: "Im Familien- und Bekanntenkreis
haben wir von mehreren Seiten die Rückmeldung bekommen, dass sie
durch unseren Film Gottfried Helnwein jetzt mit ganz anderen Augen
sehen. Er ist nicht mehr nur der 'Schockmaler', sondern er scheint
ein cooler Vater und lässiger sympathischer Typ zu sein. Dieser
Meinung schließen wir uns an."
3sat zeigt den Film, der beim "Los Angeles New Wave International
Film Festival" in vier Kategorien ausgezeichnet wurde, am 9. Juni um
18.25 Uhr. Apropos Helnwein: Am Sonntag, dem 26. Mai 2013,
präsentiert ORF III um 18.25 Uhr ein brandaktuelles Interview mit
Gottfried Helnwein, der zudem am 28. Mai im ORF-III-Büchermagazin
"erLesen" (20.00 Uhr) zu Gast ist.
Im "art.film" um 0.00 Uhr: "Women without Men": Die iranische
Filmemacherin Shirin Neshat, die in New York lebt, setzt sich vor
allem mit der Lage der Frauen in der muslimischen Welt auseinander.
Von der Fotografie kommend, gewann sie 1999 mit der Videoinstallation
"Turbulent" den internationalen Preis der Biennale von Venedig. Ihr
erster Kinofilm "Women without Men", vom ORF im Rahmen des
Film/Fernseh-Abkommens kofinanziert, wurde 2009 bei den
Filmfestspielen von Venedig mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet.
Verschwörungs-Theoretiker: Der neue Dan Brown
Der Thriller-Superstar im Interview
Die Übersetzer wurden angeblich in bunkerähnliche Räume verbracht,
streng bewacht und von jeder Internet-Verbindung gekappt.
Geheimhaltung unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen - das passt
genau ins Bild des großen Verschwörungstheoretikers: Dan Brown weiß
nicht nur, wie man Spannung aufbaut, sondern auch, wie man einen Hype
generiert. Über soziale Plattformen wurden die Fans aufgefordert, den
Titel seines neuen Romans zu decodieren: "Inferno", zeitgleich in
zwölf Sprachen erschienen, garantiert eine Millionenauflage.
Innerhalb nur weniger Jahre avancierte der ehemalige Englischlehrer
und Popmusiker zu einem der weltweit erfolgreichsten Autoren. Sein
skandalträchtiger "Da Vinci Code", demzufolge Jesus und Maria
Magdalena eine Tochter gezeugt haben sollen, stand in zahlreichen
Ländern auf dem Index - und in weitaus mehr Staaten an der Spitze der
Bestsellerlisten. Seine Thriller seien am Reißbrett entworfen und
holperten sprachlich nur so daher, monierten Kritikerinnen und
Kritiker. Doch können hunderte Millionen Leserinnen und Leser irren?
Mittlerweile zeigt sich selbst das Feuilleton von Brown angetan. In
"Inferno" wird ein Kunsthistoriker zur Spielfigur eines teuflischen
Schlachtplans, der nach dem Vorbild von Dantes "Göttlicher Komödie"
geschmiedet wurde. Dan Brown würde einen ungeheuren
bildungsbürgerlichen Hunger seiner Leserschaft stillen. Seine Bücher
seien wohl Unterhaltungsliteratur, aber solche von der besten Sorte,
urteilte die Kritik jetzt. Der "Kulturmontag" bittet den
Bestsellerautor zum Interview.
Trend-Vehikel: Der weltweite Fahrrad-Boom
Über Nachhaltigkeit, Hipness-Faktor und Revierkämpfe
So viel Rad war noch nie - die Welt sattelt um. Wien hat 2013 zum
Rad-Jahr ausgerufen, die Bundeshauptstadt verzeichnete zuletzt im
Jahresabstand einen zehnprozentigen Anstieg an Radfahrerinnen und
-fahrern. Der Trend ist ein globales Phänomen, sich auf zwei Rädern
fortzubewegen ist kostengünstig, umweltschonend, der Gesundheit
zuträglich und - äußerst schick. In den Bobo-Distrikten der
Weltstädte schießen hippe Bikeshops an allen Ecken aus dem Boden: das
Veloziped als Lifestyle-Gadget. Retro-Fans huldigen als Tweedbiker
dem Sonntagsflanieren auf dem Drahtesel. Und langsam wird der Platz
eng. Auf den Fahrradwegen toben Revierkämpfe mit Fußgänger/innen;
Autofahrer/innen sind weder bereit auf Fahrspuren zu verzichten, noch
den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Viele Radler fühlen sich zudem als
Freibeuter und moralisch überlegen: Strampelnd entlasten sie die
Krankenkassen und retten den Planeten - Verkehrsregeln haben dann
Nachrang. Der "Kulturmontag" befragt anlässlich der bevorstehenden
Konferenz "Velo City" u. a. den Designer Michael Embacher und
KHM-Direktorin Sabine Haag zur Begeisterung, auf zwei Rädern zu
fahren. Live im Studio philosophiert Konrad Paul Liessmann über das
zielgerichtete Fortbewegen auf einer Humanmaschine und denkt Hermann
Knoflacher über visionäre Verkehrskonzepte nach.
Frei-Geist: Die Magic Mushrooms des Wolfgang Joop
Neues Projekt für die Wiener Silber Manufactur
Er denkt groß, redet groß, verleiht seinen Worten Nachdruck: Joop!
Das von ihm gegründete - und längst verkaufte - Design- und
Kosmetikimperium besitzt Weltruf. Wolfgang Joop ist ein Mann von
Grandezza. Triumpf und Desaster liegen bei ihm oft nah beisammen.
Jüngst erhielt er den höchsten Designpreis Deutschlands, sein Label
"Wunderkind" erlitt den frühen Kindstod. Im Vorjahr hat er es unter
enormen Kraftanstrengungen wiederbelebt. Der Zwist mit seiner Tochter
Jette füllte weltweit die Schlagzeilen. Für die Wiener Silber
Manufactur lässt es Wolfgang Joop nun sprießen. Magic Mushrooms -
narrische Schwammerl - heißen seine Silberlinge, die sich zu
opulenten Tafelaufsätzen zusammenfügen lassen. Joop ist nun einmal
Feingeist und Freigeist in Personalunion. Der vielseitig Talentierte
- Maler, Bildhauer, Journalist und Autor - gewährt dem "Kulturmontag"
ein Interview.
Der "Kulturmontag" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.
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