- 24.05.2013, 13:44:23
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"Orientierung" am 26. Mai: Österreichs Kirchen werben mit "Langer Nacht"
Wien (OTS) - Christoph Riedl präsentiert im ORF-Religionsmagazin
"Orientierung" am Sonntag, dem 26. Mai 2013, um 12.30 Uhr in ORF 2
folgende Beiträge:
"Türöffner zum Christsein": Österreichs Kirchen werben mit "Langer
Nacht"
Die "Lange Nacht der Kirchen" hat in Österreich bereits Tradition.
Und so werden auch in diesem Jahr wieder, in der Nacht vom 24. auf
den 25. Mai, mehr als 700 Kirchen und Pfarrgemeinden ihre Türen
öffnen, um Gläubige unterschiedlicher Konfessionen, aber auch
Kirchenferne einzuladen, "ihre Kirche" besser kennenzulernen. Was
dabei Jugendlichen und jungen Erwachsenen - ob konfessionell gebunden
oder religionskritisch - so auffällt, wird ein "Orientierung"-Team
bei einem nächtlichen Streifzug durch einige Stationen der "Langen
Nacht" erkunden. Als Veranstalter der "Langen Nacht der Kirchen"
treten übrigens alle 16 im "Ökumenischen Rat" vertretenen Kirchen
auf. Im vergangenen Jahr haben rund 300.000 Menschen das umfangreiche
Angebot genützt. Ein Bericht von Marcus Marschalek.
Gleichbehandlung: Diskussion über mehr Schutz vor Diskriminierung
Eine Novelle zum Gleichbehandlungsgesetz hat das österreichische
Parlament am Donnerstag beschlossen. Im ersten Gesetzesentwurf war
vorgesehen, den Schutz vor Diskriminierung beim Zugang zu Waren und
Dienstleistungen auszuweiten. Der Hintergrund: Schon jetzt dürfen
Menschen nicht aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer ethnischen
Zugehörigkeit beim Zugang zu Waren und Dienstleistungen diskriminiert
werden. Angedacht war nun, den Diskriminierungsschutz auszuweiten:
auf Religionszugehörigkeit, Alter und sexuelle Orientierung. Für
diese Ausweitung sprach sich in der Begutachtungsphase die
evangelische Kirche aus. Die römisch-katholische Kirche votierte
dagegen. Offenkundig erfolgreich, denn im Gesetzesentwurf, der nun
das Parlament passiert hat, ist die Erhöhung des
Diskriminierungsschutzes nicht mehr enthalten. Maria Katharina Moser
berichtet.
Indien: Eine katholische Diözese kämpft für den sozialen Wandel
Die katholische Erzdiözese Patna, im indischen Bundesstaat Bihar am
heiligen Fluss Ganges gelegen, sieht sich mit besonderen
Herausforderungen konfrontiert. Die Katholiken bilden unter Hindus,
Buddhisten, Sikhs und Muslimen nur eine sehr kleine Minderheit. Und:
Mehr als 90 Prozent dieser Katholiken sind Dalits, stehen also im
indischen Kastensystem an unterster Stufe. Ihnen gilt in besonderer
Weise die Sorge des Erzbischofs von Patna, des Jesuiten William
D'Souza, und seines Teams aus Priestern und Laien. In vielfältigen
Sozialprogrammen bietet die katholische Kirche das an, was Dalits zum
sozialen Aufstieg dringend brauchen: Bildung, Verdienstmöglichkeiten,
medizinische Versorgung und - Selbstbewusstsein. Dabei beschränken
sich die sozialen Interventionen der römisch-katholischen Kirche
nicht auf ihre eigenen Gläubigen, sondern wenden sich an alle Dalits.
Bekehrungen und Taufen stehen dabei für den Erzbischof nicht im
Zentrum. Aber die Kirche müsse "das Salz der Erde sein", sagt D'Souza
- und sich darum für den sozialen Wandel der ganzen Gesellschaft
einsetzen. Ein Beitrag von Christian Rathner.
Von Zweifeln und Träumen: Patrick Roth über sein "Buch Joseph"
"In der deutschsprachigen Literatur von heute hat er nicht
seinesgleichen", sagt die bekannte Literaturkritikerin Sigrid Löffler
über Patrick Roth. Der Autor - 1953 in Freiburg im Breisgau geboren -
lebte fast 40 Jahre in Los Angeles. Seit etwa einem Jahr ist er
wieder in Deutschland, schreibt Drehbücher, Prosa und Theaterstücke.
Dass er in der deutschsprachigen Literaturlandschaft als "Solitär"
gilt, liegt an seiner Affinität zu religiösen Themen. In seinem
jüngsten Buch "Sunrise" steht Joseph von Nazareth - in Bibel und
christlicher Tradition eher eine Randfigur - im Zentrum. Unlängst hat
Patrick Roth in der Buchhandlung Herder in Wien aus seinem "Buch
Joseph" gelesen. Ein "Orientierung"-Team hat die Gelegenheit zum
Interview genützt. Den Beitrag gestaltete Maria Katharina Moser.
Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.
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