- 24.05.2013, 12:48:10
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ArbeitnehmerInnenparlament 4: AKNÖ für mehr Urlaub, weniger Überstunden
St. Pölten (OTS/AKNÖ) - In seiner laufenden Sitzung hat das
Niederösterreichische ArbeitnehmerInnenparlament mehr Urlaub für die
ArbeitnehmerInnen und Maßnahmen gegen Überstunden gefordert. Die
Anträge wurden einstimmig angenommen.
Eine sechste Urlaubswoche für alle, die 25 Jahre oder länger
gearbeitet haben oder 43 Jahre sind - da gab es für die 110
KammerrätInnen des Niederösterreichischen ArbeitnehmerInnenparlaments
wenig zu diskutieren. "Bisher haben nur ArbeitnehmerInnen etwas davon
gehabt, die 25 Jahre lang in der gleichen Firma beschäftigt waren.
Das muss sich ändern. Die derzeitige Regelung benachteiligt alle, die
eben nicht das Glück haben, ihr Leben bei einer Firma verbringen zu
dürfen. Und das werden immer mehr", sagt AKNÖ-Präsident Hermann
Haneder über den gemeinsamen Antrag von FSG, NÖAAB-FCG,
Freiheitlichen Arbeitnehmern (FA), AUGE/UG und Grünen. Der Antrag
wurde einstimmig angenommen.
AKNÖ-Vizepräsident Franz Hemm zeigte sich erfreut über die gemeinsame
Vorgangsweise: "Es ist toll, dass wir hier aus zwei ähnlichen
Anträgen von FSG und NÖAAB-FCG einen gemeinsamen Antrag gemacht
haben, dem alle zustimmen."
Mehr Kontrollen und Überstundenabgabe gefordert
Auch in der laufenden Debatte um Überstunden meldete sich das
ArbeitnehmerInnenparlament der AKNÖ zu Wort. "Überstunden kosten
Arbeitsplätze", argumentierte Haneder: "Österreichs ArbeitnehmerInnen
leisten jährlich 300 Millionen Über- und Mehrstunden. Fast ein
Viertel davon wird nicht einmal bezahlt. Alleine die nicht bezahlten
Mehr- und Überstunden entsprechen 40.000 Arbeitsplätzen."
In dem Antrag spricht sich das ArbeitnehmerInnenparlament für
schärfere Kontrollen in punkto Über- und Mehrstunden aus. Außerdem
wird ein Euro Arbeitsmarktabgabe je geleisteter Überstunde an die
Sozialversicherung gefordert.
Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen. Nur die Fraktion NÖAAB-FCG
enthielt sich der Stimme.
Die Sitzung des ArbeitnehmerInnenparlaments im Festsaal der
AKNÖ-Bezirksstelle St. Pölten ist im Gange. Aktuell debattieren die
ArbeitnehmervertreterInnen zum Thema Bildung und Jugend.
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