• 24.05.2013, 12:12:08
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Erste Ergebnisse der "Denkwerkstatt Familie" präsentiert

Schwarz: Menschen in ihrem Wunsch nach Familie unterstützen

Utl.: Schwarz: Menschen in ihrem Wunsch nach Familie unterstützen =

St. Pölten (OTS/NLK) - In den Räumlichkeiten der NÖ Landesakademie in
St. Pölten präsentierten Landesrätin Mag. Barbara Schwarz, Univ.
Prof. Dr. Peter Filzmaier und Mag. Daniela Gehringer-Braun heute, 24.
Mai, erste Ergebnisse der im Dezember 2012 gestarteten "Denkwerkstatt
Familie". Die "Denkwerkstatt" umfasst insgesamt vier Arbeitskreise,
die Ergebnisse der beiden Arbeitskreise "Familienwerte im Wandel" und
"Gesellschaftliche Wertschätzung von Familien" wurden dabei
vorgestellt.

Univ. Prof. Filzmaier präsentierte die Ergebnisse des
Arbeitskreises "Familienwerte im Wandel" und hielt dazu u. a. fest,
dass niederösterreichische Jugendliche mit der Familie überwiegend
positive Eindrücke verbinden und in schwierigen Situationen
mehrheitlich den Eltern vertrauen, dass die Jugendlichen eher meinen,
dass Kinder bis zum Alter von drei Jahren zuhause von den Eltern
betreut werden sollten, dass eine rund 60-prozentige Bereitschaft zur
Teilzeitarbeit besteht, dass über 80 Prozent meinen, dass
Kindererziehung ebenso Männersache ist, dass zwei Drittel es
befürworten, wenn Eltern sich in der Karenz abwechseln, und dass rund
40 Prozent der Jugendlichen sich vorstellen können, bei ausreichendem
Einkommen des Partners oder der Partnerin gerne Hausfrau bzw.
Hausmann zu sein.

Mag. Gehringer-Braun betonte im Zusammenhang mit den Ergebnissen
des Arbeitskreises "Gesellschaftliche Wertschätzung von Familien" u.
a., dass für Kinder Ansprechpartner wichtig sind und Kinder, die über
eine sichere Bindungsentwicklung verfügen, sich in Notsituationen
Hilfe holen, sozialer und konstruktiver sowie weniger aggressiv sind
und eine bessere psychische Stabilität aufweisen. Ebenso betonte sie
die Bedeutung von Intuition in der Kindererziehung sowie die des
Faktors "Zeit". Weiters führte sie aus, dass es in den vergangenen
Jahren in den Familien große Veränderungen gegeben habe, dass
"Verantwortungsgefühl", "Toleranz" und "gute Umgangsformen" als
wichtige Eigenschaften gelten, die von Kindern erlernt werden
sollten, und dass es auch Regeln geben sollte.

"Das Familienbild hat sich gewandelt und ist bunter geworden.
Junge Menschen haben Sehnsucht nach Familie und sehen sie als Anker
im Leben. Die politische Aufgabe ist es, die Menschen in ihrem
Wunsch, Familie zu sein, bestmöglich zu unterstützen und
herauszufinden, was die Familien brauchen. Der Erziehungsauftrag kann
nicht auf die staatliche Seite übertragen werden, denn die Ausbildung
zum Alltag findet in den Familien statt. Die Begleitung von Kindern
ist wichtig, ebenso die Wahlfreiheit, es soll keine
Zwangskasernierung von Kindern geben. Angebote für die Betreuung von
Kindern sollen geschaffen werden, aber Familie muss auch gelebt
werden können. Wir wollen den Eltern Mut zum Elternsein machen und es
gibt den Appell an die Wirtschaftsunternehmen, flexiblere Modelle zu
finden, damit Eltern für die Familie da sein können. Wir müssen
weniger über Defizite sprechen, sondern mehr darüber, was Familien
alles können", hielt Landesrätin Schwarz im Anschluss an die Berichte
aus den Arbeitskreisen fest.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Marion Gabler-Söllner,
Telefon 02742/9005-12655, e-mail [email protected].

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