- 24.05.2013, 11:24:36
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ArbeitnehmerInnenparlament 2: Direktor Guth sieht AKNÖ als Nummer eins im Arbeitsrecht
Jahresbilanz 2012: 45 Prozent der Ausgaben für Arbeits- und Sozialrechtsschutz. 74 Millionen Euro für die Mitglieder gesichert.
Utl.: Jahresbilanz 2012: 45 Prozent der Ausgaben für Arbeits- und
Sozialrechtsschutz. 74 Millionen Euro für die Mitglieder
gesichert. =
St. Pölten (OTS/AKNÖ) - "Wir sind die unangefochtene Nummer eins im
Arbeitsrecht, im Konsumentenschutz und in der Hilfe bei der
Arbeitnehmerveranlagung. Bei der Bildungsberatung sind wir auf dem
besten Weg dorthin", sagte AKNÖ-Direktor Helmut Guth bei seinem
Bericht in der 10. AKNÖ-Vollversammlung der XIV. Funktionsperiode der
AKNÖ. Die Menschen, so der AKNÖ-Direktor, halten eine effektive
Interessenvertretung die ArbeitnehmerInnen für notwendig und "sie
kommen zu uns, wenn sie Hilfe brauchen". Die finanzielle Lage der
AKNÖ war 2012 durch eine gute Entwicklung der Kammerumlage sowie der
sonstigen Erträge gekennzeichnet. Neben den Mehreinnahmen durch die
Kammerumlage, lagen vor allem die Zinserträge um rund 0,43 Millionen
Euro über den im Voranschlag erwarteten Werten. Der größte Teil der
Ausgaben floss in den Arbeits- und Sozialrechtsschutz.
Bei seinem Bericht an die 110 KammerrätInnen der AKNÖ-Vollversammlung
wies Guth auch auf das hohe Ansehen hin, dass die AKNÖ unter den
ArbeitnehmerInnen besitzt. "Wir haben im Jahr 2012 über 700.000
Kontakte mit unseren Mitgliedern gehabt. Und wir haben für die
Mitglieder im Arbeits- und Sozialrecht, Konsumentenschutz, bei der
Steueraktion und im Bildungsbereich rund 74 Millionen Euro gesichert
und an direkten Unterstützungsleistungen erbracht ", bilanzierte der
AKNÖ-Direktor.
Präsentation des Rechnungsabschlusses 2012
Der AKNÖ-Direktor stellte bei der heutigen Vollversammlung den
Rechnungsabschluss für 2012 vor. Im Vorjahr verfügte die AKNÖ über
Einnahmen von insgesamt 62,9 Millionen Euro. Die AK-Umlage betrug
dabei rund 57,7 Millionen Euro und ist im Vergleich zum Voranschlag
um 3,5 Prozent oder rund 2 Millionen Euro höher ausgefallen. Aus der
Kammerumlage kamen im Vorjahr 92 Prozent aller Einnahmen der AKNÖ.
Weitere Einnahmen kamen aus Zinserträgen sowie Veräußerungen von
Grundstücken, die nicht mehr benötigt werden. Im Vergleich zum
Voranschlag zeigt sich auch, dass die Ausgaben für Sachaufwand,
Betriebs- und Verwaltungsaufwand, Selbstverwaltung sowie
Personalaufwand um insgesamt rund 4,7 Millionen Euro unter den für
2012 veranschlagten Werten blieben.
27,5 Millionen Euro Ausgaben für Arbeits- und
Sozialrechtsschutz
Bei den Aufwendungen der AKNÖ sieht man, dass der größte Teil in
Dienstleistungen für die Mitglieder fließt und hier vor allem auf die
Kernkompetenz Beratung und Vertretung im Arbeits- und Sozialrecht.
Die AKNÖ hat 2012 allein 27,5 Millionen Euro für den Arbeits- und
Sozialrechtsschutz ihrer Mitglieder ausgegeben. Das entspricht rund
45 Prozent aller Ausgaben. Der mit 7,9 Millionen Euro zweitgrößte
Ausgabenposten bei den Leistungen betrifft die Services im Bereich
Wirtschaft, Umwelt und KonsumentInnenschutz. Das entspricht etwa 13
Prozent der Ausgaben. Für Bauvorhaben und Investitionen wurden rund
7,5 Millionen Euro verwendet. Die Information der Mitglieder, der
politischen EntscheidungsträgerInnen und der Medien ist ein
wesentliches Instrument der Interessenvertretung und des
Serviceangebots der AKNÖ. Dafür wurden rund 6,5 Prozent der Ausgaben
getätigt. Die Mitglieder wurden dabei nicht nur über ihre Rechte
sondern auch laufend über die Angebote der AKNÖ informiert. Zum
Beispiel mit über 40 Info-Broschüren, der Website
noe.arbeiterkammer.at mit 1,3 Millionen Zugriffen jährlich, der
Mitgliederzeitung "AKNÖ treffpunkt" mit einer Jahresauflage von über
2,4 Millionen und auch mit Aktionen wie der AKNÖ-Infotour durch
niederösterreichische Betriebe mit weit über 150.000
Mitgliederkontakten. Diese Angebote stellen die optimale Information
der Mitglieder sicher. Die Ausgaben für die Selbstverwaltung der AKNÖ
sind im Vergleich dazu mit rund 830.000 Euro oder einem Anteil von
1,4 Prozent gering. "Wir haben die uns zur Verfügung stehenden Mittel
angesichts der zum Teil noch unsicheren Wirtschaftslage in Österreich
und Europa umsichtig eingesetzt und das hohe Leistungsniveau der AKNÖ
gehalten und in einigen Bereichen, wie etwa der Bildung sogar weiter
ausgebaut", so das Fazit des AKNÖ-Direktors bei der Vollversammlung.
Ausgaben 2012 laut Leistungsbericht in Euro:
Arbeits- und Sozialrechtsschutz: 27.465.467
Wirtschaft, Umwelt- und KonsumentInnenschutz: 7.908.549
Kultur-, Bildungs- und Freizeitbereich: 5.474.263
Information, Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation: 3.974.889
Zuwendungen: 2.040.262
Selbstverwaltung: 833.470
Verwendung für Bau und Investition: 7.556.954
Verwendung von Rückstellungen: 3.393.49
Kosten der Umlageeinhebung: 861.515
Kostenbeitrag für die Führung der Bürogeschäfte der BAK: 1.663.561
Rechnungsabschluss einstimmig angenommen
Die Bilanzsumme der AKNÖ betrug 2012 rund 85,5 Millionen Euro. Davon
sind bei den Aktiva 53,7 Millionen Euro an Anlagevermögen verbucht,
30,7 Millionen Euro an Umlaufvermögen und mit 1,1 Millionen der
aktive Rechungsabgrenzungsposten. Bei den Passiva entfallen 50,3
Millionen auf den Posten Kapital, 10,2 Millionen auf Rücklagen,
weitere 21,6 Millionen auf Rückstellungen und 3,4 Millionen auf
Verbindlichkeiten. Der Rechnungsabschluss der NÖ Arbeiterkammer für
das Jahr 2012 wurde von den anwesenden KammerrätInnen einstimmig
angenommen.
Zum Rechnungsabschluss
Neben den AKNÖ-Leitlinien werden in der Vollversammlung bzw. dem
ArbeitnehmerInnen-Parlament auch finanzielle Vorgaben in Form eines
Budgetvoranschlages oder eines Rechnungsabschlusses beschlossen. Es
ist die Aufgabe der 110 gewählten KammerrätInnen, das Budget zu
beschließen bzw. den Rechnungsabschluss anzunehmen. Der
Rechnungsabschluss wird nach den im AK-Gesetz geregelten Vorgaben
erstellt und von externen Wirtschaftsprüfern kontrolliert.
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