- 24.05.2013, 10:44:35
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Tröls-Holzweber: Erster Schritt zum Bienenschutz in NÖ gesetzt
Überprüfung von Chemikalien auf europäischer Ebene lässt zu viel Zeit verstreichen
Utl.: Überprüfung von Chemikalien auf europäischer Ebene lässt zu
viel Zeit verstreichen =
St. Pölten (OTS/SPI) - Als grundsätzlich guten Kompromiss in Sachen
Pestizidverbot bezeichnet die SPNÖ-Sprecherin für Landwirtschaft und
Umwelt, LAbg. Ilona Tröls-Holzweber, den gestern im NÖ Landtag
beschlossenen Antrag hinsichtlich Maßnahmen zum umfassenden
Bienenschutz. Lediglich in einem Punkt konnte keine Einigkeit erzielt
werden. Trotz der Zustimmung aller anderen im Landtag vertretenen
Parteien beharrte die ÖVP darauf, dass die Überprüfung weiterer
Chemikalien auf ihre Gefährlichkeit für Bienen auf europäischer Ebne
stattfinden und nicht bereits auf nationaler Ebene durchgeführt
werden solle. "Dieser Punkt war für uns nicht zufriedenstellend, da
wir dadurch eine Verzögerung befürchten. Der deshalb von mir
gestellte Abänderungsantrag, die Bundesregierung aufzufordern, dafür
Sorge zu tragen, dass andere Mittel mit vermuteter ähnlicher
Auswirkung auf die Bienenverträglichkeit verstärkt überprüft und
allenfalls Zulassungsbeschränkungen erlassen werden, wurde aber
leider nicht angenommen", so Tröls-Holzweber.
LAbg. Tröls-Holzweber wies in ihrem Debattenbeitrag auf die enorme
Wichtigkeit gesunder Landwirtschaft hin: "Ich rede nicht von
biologischen oder alternativen Formen der Landwirtschaft, sondern ich
rede davon, dass der verstärkte Einsatz von Insektiziden bereits zum
Aussterben tausender Bienenvölker geführt hat." Die Pestizide auf
Basis der Neonicotinoiden sind hochwirksame Insektizide und wirken
als Nervengift. Sie werden als Saatgutbeize verwendet und werden
daher von den Pflanzen bis in die Blätter aufgenommen. Außerdem
werden die Böden durch die giftigen Substanzen belastet, sodass es
bei regelmäßiger Anwendung der Pestizide auch zu einer Anreicherung
im Boden kommt. Dadurch können auch Pflanzen eine Belastung mit den
Chemikalien aufweisen, die selbst nicht damit behandelt wurden. "Uns
ist es daher wichtig, dass zu den bekannten drei Wirkstoffen
Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam noch vier weitere
Substanzen überprüft werden. Das muss aufgrund ihrer möglichen
Gefährlichkeit für die Bienenvölker sehr rasch geschehen. Denn eine
gesunde Landwirtschaft hilft allen Betroffenen, den Bäuerinnen und
Bauern, den Konsumentinnen und Konsumenten und nicht zuletzt den
Tieren. Diese Gesundheit zu erhalten sind wir auch der Zukunft
unseres Landes schuldig", so LAbg. Tröls-Holzweber abschließend.
(Schluss) kr
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