• 24.05.2013, 10:32:02
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Tourismusbranche mit Wintersaison nur unterm Strich zufrieden

WKÖ-Schenner: "Winterergebnis ist kein Grund, die rosa Brille aufzusetzen!"

Utl.: WKÖ-Schenner: "Winterergebnis ist kein Grund, die rosa Brille
aufzusetzen!" =

Wien (OTS/PWK343) - Wie die Statistik Austria heute, Freitag,
meldet, konnten für die abgelaufene Wintersaison 2012/13 (gerechnet
werden November bis April) neue Höchstwerte mit 65,6 Mio.
Nächtigungen und knapp 17 Mio. Ankünften verzeichnet werden.
Ausschlaggebend waren die ausländischen Gästenächtigungen, die um
2,7% auf das Rekordniveau von 50,33 Mio. stiegen. Die teils massiven
Rückgänge im Monat April 2013 (im Vergleich zum April 2012) sind zwar
nicht erfreulich, jedoch waren sie vorhersehbar. "Die Rückgänge im
April sind auf die frühen Ostern Ende März zurückzuführen. März und
April müssen immer gemeinsam gerechnet werden", analysiert der
Sprecher der heimischen Tourismusbetriebe in der WKÖ, Hans Schenner.

Deutschland ist weiterhin Top-Herkunftsmarkt im Winter

Die Analyse der Gästestrukturen zeigt, dass Deutschland mit 25,6
Mio. Nächtigungen stolze 39 Prozent des Nächtigungsvolumens ausmacht.
Dahinter rangieren Österreicher mit 15,2 Mio. (23,1%) und die
Niederländer mit 5,5 Mio. Nächtigungen (8,4%). Urlauber aus dem
Vereinigten Königreich und aus der Schweiz verzeichnen jeweils rund
2,1 Mio. Nächtigungen (3,2%). Besonders erfreulich sind somit die
Zuwächse aus den Herkunftsmärken wie Deutschland (+4,4%), dem
Vereinigte Königreich (+3,9%) und der Schweiz (+3,6%). Einzig die
Niederlande verzeichneten mit 5,5 Mio. Übernachtungen ein Minus von
1,9% im Vergleich zum Winter 2011/2012. Damit leistet die
Tourismuswirtschaft wieder einen erheblichen Beitrag für die
Exportbilanz Österreichs. So haben ausländische Touristen 2012 um 6,8
Mrd. Euro mehr für ihren Urlaub ausgegeben (14,7 Mrd. Euro) als
Österreicher im Ausland (7,9 Mrd. Euro).

Zugpferd im Winter ist Wintersport - Inlandsmarkt rückläufig

Auch wenn die Zahlen in Summe zufriedenstellend sind, so zeigt
sich bei genauer Analyse, dass die Zuwächse in Bundesländern mit
hohem Skisport-Anteil erzielt wurden: So haben Vorarlberg (+4,7%),
Salzburg (+2,9%), Tirol (+2,1%) und Kärnten (+0,5%) ein Plus erzielt,
hingegen mussten das Burgenland (-2,2%), Niederösterreich (-1,2%),
Oberösterreich (1,1%) und die Steiermark (-0,3%) leichte Rückgänge
hinnehmen. Es zeigt sich also, dass in Bundesländern mit stärkerem
Anteil heimischer Touristen die Zahlen nicht so rosig sind. Schenner:
"Das Winterergebnis ist kein Grund, die rosa Brille aufzusetzen. Am
meisten schmerzt mich der Rückgang im Inlandstourismus. So musste in
der abgelaufenen Wintersaison mit 15,23 Mio. inländischer
Gästenächtigungen ein Minus von -0,7% verzeichnet werden.
Bundesländer wie Niederösterreich und Oberösterreich haben sogar über
2% inländischer Gästenächtigungen verloren. Ich habe immer auf eine
angemessene und starke Inlandswerbung der Österreich Werbung mit den
Landestourismusorganisationen gedrängt und werde das auch weiterhin
tun".
Der Trend zum Städtetourismus ist unabhängig davon ungebrochen.
Städte wie Salzburg, Graz, Linz und die Bundesshauptstadt Wien
(+3,1%) haben über die letzten Jahre stetige Zuwächse verzeichnen
können.

WKÖ-Schenner: "Schnee von gestern ist Wasser von morgen!"

Angesichts des kommenden Sommers müssten sich nun alle auf die
neue Saison konzentrieren. Auch wenn sich der Mai bis dato nicht
gerade von seiner frühlingshaften Seite zeigt und in den nächsten
Tagen vereinzelt sogar Schneefall erwartet wird: "Der Schnee von
gestern ist das Wasser von morgen", eröffnet Schenner die
Sommersaison 2013.
Positiv gestimmt zeigt sich Schenner auch hinsichtlich der aktuellen
Buchungslage für die Sommersaison 2013: "Ich bin optimistisch, dass
wir die Trendwende hin zu mehr Wachstum in der kommenden Sommersaison
schaffen". Ausschlaggebend für den Erfolg der Tourismusdestination
Österreich sei letztlich das Angebot der Betriebe. "Es zeigt sich,
dass sich die wetterunabhängigen Investitionen in Kulinarik,
Wellness, Sportangebote, Thermen etc. bemerkbar machen und den
Tourismus ein Stück saisonunabhängiger werden lassen. Unsere 90.000
Tourismusbetriebe, die Unternehmerinnen und Unternehmer, arbeiten
hart für unser Land. Was wir jetzt brauchen, ist Unterstützung der
Politik und keine neuen Steuern!", so Schenner abschließend.

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist die Interessenvertretung für
über 90.000 Tourismusbetriebe aus den Branchen Gastronomie,
Hotellerie, Freizeit- und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und
Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe. Jeder 5.
Vollzeitarbeitsplatz in Österreich ist direkt oder indirekt von
Tourismus und Freizeitwirtschaft abhängig. Die Branche erwirtschaftet
eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 42 Milliarden Euro, das
sind mehr als 15 Prozent des BIP. (PM)

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