- 24.05.2013, 10:30:14
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AK zur Einigung bei Sprachförderung: "Gettoklassen unerwünscht!"
Positiv, dass "integrative Sprachförderung" möglich werden soll - zweites verpflichtendes Kindergartenjahr mit Sprachförderung soll jedenfalls kommen
Utl.: Positiv, dass "integrative Sprachförderung" möglich werden
soll - zweites verpflichtendes Kindergartenjahr mit
Sprachförderung soll jedenfalls kommen =
Wien (OTS/AK) - "Es ist gut, dass jetzt generell Sprachförderung für
Volksschulkinder kommen soll", kommentiert Melitta Aschauer, AK Wien
Bereichsleiterin Bildung, die gestern präsentierte Einigung von
Unterrichtsministerium und Integrations-Staatsekretariat. Positiv sei
vor allem, "dass Kinder mit Nachholbedarf in Deutsch nicht generell
in Vorschulklassen zusammengefasst werden, sondern auch
Sprachförderung bei gleichzeitigem Unterricht zusammen mit Kindern
ohne Sprachförderbedarf möglich sein soll". Der Arbeiterkammer ist
wichtig, dass möglichst keine Gettoklassen entstehen.
"Kinder lernen ganz anders als Erwachsene: integriert,
spielerisch", sagt Aschauer. Mit der Sprachförderung soll deshalb am
besten schon im Kindergarten angefangen werden. Nötig sei dafür ein
zweites verpflichtendes Kindergartenjahr, wie es die Sozialpartner
gemeinsam fordern.
"Im besten Fall sollen Kinder schon gut Deutsch sprechen, wenn sie
in die Schule kommen", sagt Aschauer. "Wichtig ist dafür, dass schon
im Kindergarten genug Geld und geschultes Personal zur Verfügung
stehen, damit Kinder im Alltag spielerisch Deutsch lernen." Deshalb
begrüßt die Arbeiterkammer den Plan, mit der Sprachförderung schon im
Kindergarten anzufangen. Die Angebote sollen kostenlos sein, damit
auch WenigverdienerInnen die Möglichkeit haben, ihre Kinder von klein
auf ganztägig betreuen zu lassen.
Wichtig sei auf jeden Fall, dass muttersprachlicher Unterricht
durch eine neue Ausbildung von MuttersprachenpädagogInnen
professionaliert werden soll, so Aschauer. Denn neben Förderung in
Deutsch seien auch Angebote zur Förderung der Erstsprachenkenntnisse
von Kindern mit anderen Sprachen als Deutsch nötig.
Weiters muss Unterricht in Deutsch als Zweitsprache in den
Lehrplan sowohl für PflichtschullehrerInnen als auch für
KindergartenpädagogInnen aufgenommen werden. Überdies sollen sich die
Bundesanstalten für Kindergartenpädagogik und die Pädagogischen
Hochschulen bemühen, mehr junge Leute mit Migrationshintergrund für
den PädagogInnenberuf zu begeistern.
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