- 24.05.2013, 09:29:54
- /
- OTS0047 OTW0047
Wirtschaft für Integration: Sprachförderungsmodell ist wichtiger erster Schritt
"Der Frage der Finanzierung schnell, mutig und kreativ stellen!"
Utl.: "Der Frage der Finanzierung schnell, mutig und kreativ
stellen!" =
Wien (OTS) - "Als wichtigen ersten Schritt mit Gestaltungswillen",
bewerten die Obleute von Wirtschaft für Integration, Georg Kraft-Kinz
und Ali Rahimi, das gestern von Bundesministerin Claudia Schmied und
Staatssekretär Sebastian Kurz präsentierte Modell zur Sprachförderung
in der Schule.
Der Informationsaustausch von Kindergarten und Volksschule über die
Deutschkenntnisse des Kindes und die Zuständigkeit der
SchulleiterInnen über Modelle und die notwendige beste Förderung für
die Kinder sind wichtige erste Schritte. "Aber: Wir müssen uns der
Frage der Finanzierung schnell, mutig und kreativ stellen!", zeigen
sich Kraft-Kinz und Rahimi besorgt darüber, dass nicht gleichzeitig
das politische Bekenntnis für entsprechende finanzielle Ressourcen
erfolgt.
Wer jetzt in die Bildung investiert, sichert Lebensqualität
und Wirtschaftsstandort
"Wir tragen heute Verantwortung für Morgen! Wir handeln fahrlässig
gegenüber den Kindern und Jugendlichen von heute, wenn wir zu lange
mit Modellregionen und Pilotversuchen über mangelnde finanzielle
Ressourcen hinwegtäuschen!", plädieren Kraft-Kinz und Rahimi für
einen entschiedenen Umgang mit der Zukunftsfrage Bildung. "Wer jetzt
in die Bildung investiert, sichert Lebensqualität und
Wirtschaftsstandort!"
Kooperation mit Wirtschaft suchen: Nationale Kraftanstrengung
- über Bildungsanleihe nachdenken
Kraft-Kinz und Rahimi fragen "aus welchen Budgetmitteln sollen die
notwendigen Maßnahmen finanziert werden!?" Sie "ermutigen die
Politik schon jetzt - und nicht erst nach den Wahlen - in der
Finanzierung der Bildung Ideen mit der Wirtschaft zu entwickeln.
Warum nicht über eine Bildungsanleihe nachdenken?" fragt Kraft-Kinz.
"Wir brauchen eine nationale Kraftanstrengung für Bildung in
Österreich, finden wir kreative Modelle um notwendige Maßnahmen
schnell umsetzen zu können!"
Deutsch und Mehrsprachigkeit: Kein Entweder-oder, sondern ein
Sowohl-als-auch
"Wenig Verständnis" haben Kraft-Kinz und Rahimi für den
"parteipolitischen Reflex anlässlich der notwendigen Bildungsdebatten
immer wieder in altbekannte Muster Deutsch contra Mehrsprachigkeit zu
verfallen".
Für die Obleute von Wirtschaft für Integration gibt es keinen
Zweifel, "dass die Verkehrs- und Umgangssprache Deutsch zu
beherrschen ein grundsätzliches Bildungsziel ist". Aber sie betonen
auch, "dass es fahrlässig ist, das Potential der Mehrsprachigkeit in
Wort und Schrift nicht zu fördern!"
ONLINE Petition "Chancengleichheit JETZT: Für mutige Reformen
in der Integrationspolitik"
Mit der gestern, am 23. Mai.2013, gestarteten Online Petition
"Chancengleichheit JETZT: Für mutige Reformen in der
Integrationspolitik", lädt der Verein Wirtschaft für Integration ein
"Politikerinnen und Politiker zu ermutigen, sich für eine
vorwärtsgerichteten Auseinandersetzung mit dem Thema Zusammenleben zu
entscheiden".
Im Punkt CHANCENGLEICHHEIT IM BILDUNGSSYSTEM wird für ein
Bildungssystem plädiert, das der Bildungsvererbung durch familiäre
und/oder soziale Herkunft entgegenwirkt und kulturelle und
sprachliche Vielfalt fördert.
Als Handlungsbedarf wird in der Nacharbeit des Österreichischen
Integrationstages 2013 definiert:
- Ausbau der Ganztagsschule
- Anerkennung von Kinderkrippe und Kindergarten als wesentliche
Teile des Bildungssystems
- Mehrsprachigkeit im Lehrplan verankern; das Erlernen von
Muttersprachen in Wort und Schrift fördern
- verbesserte Ausbildung für alle PädagogInnen, die auf soziale,
kulturelle und sprachliche Vielfalt vorbereitet- sozialpädagogisch
und psychologisch geschultes Personal zur Unterstützung an den
Bildungseinrichtungen - auch für den Schwerpunkt "Arbeit mit Eltern"
Kraft-Kinz und Rahimi: "Als Wirtschaftsverein sagen wir: Das
'Unternehmen Österreich' braucht mehr Mut! Alte Konzepte sind
defensiv, setzen auf Abschottung und vordergründiges
Besitzstandsdenken - gefährden aber genau damit Lebensqualität und
wirtschaftliche Weiterentwicklung.
Weitere Informationen: www.vwfi.at/onlinepetition.html
Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien ist Gründungs- und
Hauptsponsor von Wirtschaft für Integration.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | RWN






