• 23.05.2013, 13:50:46
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Oxonitsch: JA zu Modellprojekten für Sprachförderung

Wien (OTS) - Der Wiener Jugend- und Bildungsstadtrat Christian
Oxonitsch begrüßt das heute von Bildungsministerin Dr. Claudia
Schmied und Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz vorgestellte
Konzept für eine umfassende Sprachförderung. "Sprachförderung hat in
städtischen Ballungsräumen wie Wien natürlich eine besonders große
Bedeutung, und ist daher seit vielen Jahren ein besonderer
Schwerpunkt. Als schnell wachsende Stadt und den damit verbundenen
großen Herausforderungen braucht Wien möglichst schnell neue
Ressourcen auf diesem Gebiet", so Christian Oxonitsch.

Wien ist bereits seit Jahren Vorreiter bei Sprachlicher
Frühförderung. Die beginnt in Wien im Kindergarten und wird in der
Schule mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen weitergeführt.

"Dazu zählen etwa der Forschungskindergarten, das
1+1-Fördermodell oder der Förderunterricht. Sprachförderung fängt in
Wien bereits im Kindergarten an. Wir haben verschiedene Programme die
schon die Kleinsten dabei unterstützen Deutsch als Erst- oder
Zweitsprache zu erlernen. Dazu begleiten wir die Kinder auch beim
Übergang vom Kindergarten in die Schule. Dass die Regierung plant
diese Methoden jetzt auf Bundesebene zu verfolgen ist sehr
erfreulich", so Oxonitsch weiter.

1+1-Fördermodell

Beim 2008 eingeführten "1+1-Fördermodell" werden Kinder ein Jahr
vor Schuleintritt im Hinblick auf ihre Schulreife - also auf Sprache,
soziale Kompetenz und Motorik - gescreent und bei Bedarf im
Kindergarten zusätzlich gefördert. Wer dann noch nicht schulreif ist,
erhält eine weitere Förderung in einer eigenen Vorschulklasse in der
Schule. "Dabei hat sich gezeigt, dass Kinder, wenn sie zeitgerecht
und umfassend gefördert werden, sehr rasch fit für den Schulbesuch
gemacht werden können", betont Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch.
"Schon das erste Jahr hat zu einer deutlichen Verringerung der Zahl
der Kinder, die in der Volksschule weiter vorschulisch betreut werden
müssen, geführt. Mit dem 1+1-Fördermodell hat Wien damals
österreichweit eine Vorreiterrolle übernommen!"

Forschungskindergarten

2010 wurde auch ein eigenes Forschungsprojekt zum Thema
"Spracherwerb im Kindergarten" gestartet: In einem Kindergarten im
15. Bezirk erforschte ein ExpertInnen-Team aus den Bereichen
Bildungswissenschaft, Psychologie, Sprachwissenschaft und Soziologie
Formen, Wege und Bedingungen des Erlernens von Erst- und
Zweitsprachen von Kindern in Wiener Kindergärten. Einen Fokus bildet
dabei die Untersuchung der Bedeutung von Beziehungsfaktoren und
Kommunikationsformen für den Spracherwerb. Besonderes Augenmerk galt
auch den speziellen Bedürfnissen von Kindern, die zwar mehrsprachig
aufwachsen, aber erst im Kindergarten verstärkt mit Deutsch
konfrontiert werden. Wesentlichste Ziele des Forschungskindergartens
waren die Erarbeitung und Entwicklung von Methoden, Materialien und
Modellen zur Steigerung der sprachlichen Kompetenzen von Kindern in
der Erst- und Zweitsprache und die entsprechende Förderung der Kinder
im Forschungskindergarten.

"Das Konzept der Regierung für eine umfassende Sprachförderung
bietet eine wichtige Grundlage im Spannungsfeld zwischen der
Notwendigkeit von Sprachförderung und der Chance auf
Mehrsprachigkeit. Es ist außerdem ein erfreulicher Schritt, der dem
Wiener Bildungssystem zupass kommt und die laufenden pädagogischen
Maßnahmen unterstützt", so Oxonitsch abschließend.

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