- 23.05.2013, 12:16:15
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AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: Lohnsteuer senken und Millionäre besteuern
9. Vollversammlung der XIV. Funktionsperiode
Utl.: 9. Vollversammlung der XIV. Funktionsperiode =
Linz (OTS) - Die Folgen des Spekulations- und Finanzkrise sind auch
in Österreich zu spüren: Die Wirtschaftsleistung schrumpft, die
Staatskassen sind leer und die Arbeitslosigkeit steigt. "Wir brauchen
Initiativen für den Arbeitsmarkt, eine gerechtere Verteilung und eine
echte Steuerreform", fordert daher AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer
bei der heutigen Vollversammlung der AK Oberösterreich.
Auch in Österreich ist die Arbeitslosigkeit immer noch höher als
vor Beginn der Krise. Vor allem Jugendliche und ältere
Arbeitnehmer/-innen verspüren den Druck auf dem Arbeitsmarkt. 11.000
oberösterreichische Jugendliche sind weder in einer Ausbildung, noch
in einer Beschäftigung und auch nicht beim AMS gemeldet. "Wir müssen
Gegenstrategien entwickeln, damit wir keinen Jugendlichen verlieren",
appelliert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Die von der ÖGJ
geforderte Fachkräftemilliarde sei eine Maßnahme, um das duale
Ausbildungssystem zu verbessern, so Kalliauer.
Der Österreichische Arbeitsklima Index zeigt, dass immer mehr, vor
allem ältere Arbeitnehmer/-innen unter den zunehmenden Belastungen in
der Arbeit leiden. "Wenn gleich viele Menschen immer mehr
erwirtschaften, steigt der Druck auf die Beschäftigten. Das macht
viele auf Dauer krank und belastet vor allem ältere Beschäftigte",
zeigt der AK-Präsident auf. Die Frage ist daher, wie die Arbeit
gestaltet werden muss, damit die Menschen gesund ihre Pension
erleben. "Wir brauchen eine Entschleunigung des Arbeitsprozesses.
Aber das alleine wird nicht reichen. Darum müssen wir auch die Zeiten
der Belastung, also die Arbeitszeiten, verkürzen", so Kalliauer.
Psychisch belastend ist für immer mehr Arbeitnehmer/-innen die
tägliche bange Frage, ob sie mit dem Einkommen auskommen. Daher
erneuerte Präsident Kalliauer seine Forderungen nach einer gerechten
Verteilung der Einkommen und einer echten steuerlichen Entlastung der
Arbeitnehmer/-innen. Konkret kritisiert Kalliauer den hohen
Eingangssteuersatz bei der Lohnsteuer von 36,5 Prozent.
Die dadurch wegfallenden Einnahmen des Staates sollte man sich bei
jenen holen, die bisher viel zu wenig zur Finanzierung des
Gemeinwesens beitragen: "Es ist höchste Zeit, dass Millionäre ihren
Beitrag leisten. Denn wenn sie weiter nichts zur Finanzierung des
Staates beitragen, riskieren sie das Gesundheitssystem, das
Bildungssystem, die Pensionen, also den Sozialstaat insgesamt und
letztlich den sozialen Frieden in Österreich", so Kalliauer.
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