• 23.05.2013, 11:31:39
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Europäische Hotel- und Gastgewerbeverbände auf der 66. HOTREC-Generalversammlung in Vilnius

EU-Visapolitik, Pauschalreiserichtlinie und Reglementierungen im Lebensmittelbereich als zentrale Diskussionsthemen der europäischen Hotelverbände

Utl.: EU-Visapolitik, Pauschalreiserichtlinie und Reglementierungen
im Lebensmittelbereich als zentrale Diskussionsthemen der
europäischen Hotelverbände =

Wien (OTS/PWK337) - Die 66. Generalversammlung des europäischen
Dachverbandes HOTREC - European Hotel & Restaurant Association -
unterstützt die kommunizierten Neuerungen der Europäischen Kommission
in der EU-Visapolitik und erwartet, dass eine komplette Überarbeitung
des Visakodex als Ergebnis der laufenden Konsultation vollzogen wird.
Der Zugang soll im Speziellen für Touristen aus BRIC-Ländern
erleichtert werden, da diese einen wesentlichen Anteil am
europäischen Tourismus darstellen. "Laut Statistik von 'Tourism
Economics', könnte der EU-Schengen-Bereich zwischen 8 und 46
Millionen zusätzliche Incoming Touristen bis zum Jahr 2015 gewinnen,
wenn Flexibilität in der aktuellen EU-Visapolitik in vollem Umfang
angewendet werden würde, wovon auch der heimische Tourismus massiv
profitieren würde, " betonen die Obleute der Fachverbände Hotellerie
und Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Klaus
Ennemoser und Helmut Hinterleitner.

Dagegen wirft die angekündigte Überarbeitung der bestehenden
EU-Richtlinie über Pau-schalreisen durch die Europäische Kommission -
aufgrund der Entwicklungen im online-Ferienmarkt - Bedenken und Sorge
in der europäischen Hotelbranche auf. "Wir befürchten, dass die
bevorstehende Revision der Richtlinie die Hotellerie regulatorisch
noch mehr belasten könnte, insbesondere wenn Dienstleistungen online
zum Verkauf angeboten werden", so Ennemoser. Aus diesem Grund
ersuchte HOTREC die Europäische Kommission, insbesondere
Vizepräsidentin Viviane Reding, um Konsultation noch vor der
Veröffentlichung des Vorschlages. "Gerade in Zeiten wie diesen können
sich zusätzliche Hürden nur geschäftseinschränkend auswirken", warnt
Ennemoser.

Mit wachsender Aufmerksamkeit verfolgt werden auch die Aktivitäten
der EU-Kommission zur Reglementierung des Lebensmittelrechtes und der
Lebensmittelinspektion. Der "Pferdefleischskandal" hat den Druck nach
zusätzlichen Kontrollen im Lebensmittelbereich erhöht. Die Kommission
hat dazu einen Richtlinienentwurf vorgelegt, wonach die Kosten der
Hygieneüberprüfungen künftig grundsätzlich von den Betrieben getragen
werden sollen. "Diese Vorgangsweise ist nicht sachgerecht. Die
Überprüfung der Lebensmittelhygiene ist Aufgabe der
Hoheitsverwaltung, die vom Staat zu finanzieren ist.
Gastgewerbebetriebe dürfen nicht die Rechnung dafür zahlen, wenn
grenzüberschreitende Betrugsfälle im Bereich der
Lebensmittelindustrie passiert sind", hält Fachverbandsobmann
Hinterleitner dazu fest.

Fachverbände Hotellerie und Gastronomie
Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich
vertritt 18.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mit
131 Millionen Nächtigungen jährlich legt Österreichs Hotellerie einen
wichtigen Grundstein für eine direkte Wertschöpfung im Tourismus. Der
Fachverband Gastronomie vertritt rund 51.000 Gastronomiebetriebe. Das
Hotel- und Gastgewerbe leistet mit rund 15,6 Mrd. Euro Umsatz einen
wichtigen Beitrag für Österreichs Wirtschaft. Jeder fünfte
Vollzeitarbeitsplatz wird im Tourismus und in der Freizeitwirtschaft
generiert.

HOTREC
HOTREC repräsentiert Hotels, Restaurants und Cafés in Europa. Die
Branche steht für 1,7 Mio. Betriebe, von denen rund 99,5 % Klein- und
Mittelbetriebe sind. Das Gastgewerbe bietet allein in der EU 9,5 Mio.
Arbeitsplätze. HOTREC vereint 44 national Hotel- und
Gaststättenverbände aus 27 europäischen Ländern. (ES)

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