• 23.05.2013, 11:05:40
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Zukunft der Windkraft in NÖ?

NÖ Landtag stimmt heute über neue Rahmenbedingungen für Windkraft ab

Utl.: NÖ Landtag stimmt heute über neue Rahmenbedingungen für
Windkraft ab =

St. Pölten (OTS) - Der niederösterreichische Landtag wird heute die
Erstellung eines Raumordnungsprogrammes für Windkraft, welches Zonen
in denen Windkraft entwickelt werden kann und Zonen die für die
Nutzung der Windkraft ausgeschlossen sein sollen, festlegen. Während
der Erarbeitung des Programmes soll ein Stopp für neue
Windkraftprojekte gelten. "Wenn in den nächsten Monaten ein
objektiver und kompakter Erstellungsprozess gelingt, kann die
Klarheit auch zu einem positiven Ergebnis für die Windkraft führen"
so Mag. Stefan Moidl.

Novelle des Raumordnungsgesetzes
Im niederösterreichischen Landtag wird heute eine Novelle zum
Raumordnungsgesetz, welche die Erstellung eines
Raumordnungsprogrammes für Windkraftanlagen vorsieht, behandelt.
In Niederösterreich benötigen Windprojekte bisher eine Flächenwidmung
im Grünland, welche durch Beschluss der Gemeinde erfolgt. Nunmehr ist
geplant, dass vom Land Zonen festgelegt werden, welche für die
Windkraftentwicklung vorgesehen sind. Nur in diesen Zonen können die
Gemeinden in Zukunft Windkraftanlagen widmen.
Während der Erarbeitung dieser Zonen soll ein Widmungsstopp für neue
Windkraftprojekte gelten. "Die Windbranche steht einer landesweiten
Zonierung nicht prinzipiell negativ gegenüber. Dieses Instrument wird
etwa im Burgenland und in diversen anderen Staaten der EU bereits
seit Jahren angewendet. Doch wichtig ist, dass der Prozess, wie
angekündigt, bis Ende des Jahres zu einem positiven Abschluss kommt",
so Mag. Stefan Moidl.

Ziele des Energiefahrplans 2030 und des Ökostromgesetzes wichtig
Essentiell ist aus Sicht der IG Windkraft, dass die langfristigen
Zielsetzungen des im NÖ Landtag beschlossenen "Energiefahrplan 2030"
auch tatsächlich umgesetzt werden. "Um die Zielsetzungen des
Energiefahrplans 2030 und auch des Ökostromgesetzes erreichen zu
können, braucht es rasch Klarheit und danach die Möglichkeit zur
Entwicklung und Umsetzung neuer Windkraftprojekte. Andernfalls wären
diese Zielsetzungen gefährdet", so Stefan Moidl.

Schon bisher klare Lenkung des Windkraftausbaus
Da Niederösterreich den höchsten Ausweisungsgrad von Schutzgebieten
aller Bundesländer aufweist, in denen aus den rechtlich bereits
vorliegenden Rahmenbedingungen die Errichtung von Windkraft nicht
möglich ist, und Niederösterreich die strengsten Regelung für die
Abstände zum Siedlungsgebiet hat, gab es bereits bisher eine hohe
Lenkungswirkung des Landes. Deswegen stehen die bestehenden
Windkraftanlagen in Niederösterreich auch an Standorten, welche weder
für die Natur, wie etwa der Vogelwelt, noch für Anrainer
problematisch sind. Auch hat sich die Windbranche in den letzten
eineinhalb Jahren pro-aktiv in die kleinregionalen
Entwicklungskonzepte zur Windkraft, z.B. in der Region Mistelbach
oder im Marchfeld, eingebracht.

Die Windenergie ist die beliebteste Stromerzeugungstechnologie
87% der NiederösterreicherInnen sprechen sich in einer aktuellen
Meinungsumfrage von Karmasin Motivforschung klar für den Ausbau der
Windkraft aus."Windenergie" wird weithin überwiegend positiv
wahrgenommen und mit positiven Begriffen in Zusammenhang gebracht:
82% der niederösterreichischen Bevölkerung assoziieren mit diesem
Begriff "saubere Energieerzeugung", gefolgt von "Zukunft" und
"heimische Energie". Auch die in der Nähe von Windrädern lebende
Bevölkerung sieht zu 15 % positive Auswirkungen auf ihrer
Lebensqualität, nur zu 4 % negative und über 80 % erkennen keine
Auswirkungen auf ihre Lebensqualität.

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