- 23.05.2013, 11:00:52
- /
- OTS0099 OTW0099
Hauptverbands-Direktor Probst bei AK-Vollversammlung: Vom Gesundheitswesen zu einem Gesundheitssystem
9. Vollversammlung der XIV. Funktionsperiode
Utl.: 9. Vollversammlung der XIV. Funktionsperiode =
Linz (OTS) - Worum geht es bei der Gesundheitsreform? Wozu brauchen
wir das überhaupt? Und was haben die Menschen davon? Mit diesen
Fragen beschäftigte sich der Generaldirektor des Hauptverbands der
Sozialversicherungsträger, Dr. Josef Probst, in seinem Referat bei
der Vollversammlung der Arbeiterkammer Oberösterreich.
Wie können wir zielorientiert und zum Wohle aller Menschen in
Österreich von einem "Gesundheitswesen" zu einem stabilen,
nachhaltigen und noch moderneren Gesundheitssystem gelangen? Ehe man
sich dieser Frage nähere, müsse man sich vor Augen halten, dass die
Österreicherinnen und Österreicher ihr Gesundheitssystem höher
schätzen als fast alle anderen EU-Länder, so Probst. Man müsse aber
auch die relativ hohen und weiter steigenden Kosten sehen, besonders
die Spitalskosten seien im internationalen Vergleich hoch.
Was kommt dabei heraus? Die Lebenserwartung in Österreich sei
hoch, die Lebenserwartung in gesunden Jahren allerdings schlechter
als im EU-Schnitt. Deshalb sei eine wirkungsorientierte Steuerung
wichtig, wenn auch schwierig. Entscheidend sei es, den Menschen
Gesundheitskompetenz zu vermitteln, damit sie in allen Lebenslagen
gesunde Entscheidungen treffen können, betonte Probst. Gleichzeitig
müsse sich das System verändern, überschaubar und verständlich
werden.
"Es gibt ausreichend Verbesserungspotenzial, aber wir wissen, wo
wir ansetzen müssen", zeigte sich Probst optimistisch. Rückenwind
gebe es aus der Bevölkerung, die sich mit großer Mehrheit Reformen im
Gesundheitsbereich wünscht. Damit dieser Rückenwind nicht abflaut,
müsse man sich immer fragen: Was haben die Menschen davon? Hier
nannte Probst unter anderem klare Ansprechpersonen, bessere
Betreuungsangebote, mehr Information, Vertrauenswürdigkeit und
Nachhaltigkeit.
Abschließend stellte der Hauptverbandsdirektor klar, dass es nicht
um Kürzungen gehe, sondern lediglich um eine Dämpfung des Anstiegs:
"Die Ausgaben für Gesundheit werden weiter steigen, allerdings in
einem geringeren Ausmaß als ohne entsprechende Maßnahmen."
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKO






