• 23.05.2013, 10:44:16
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Grüne: Zeitgemäße Familienpolitik muss beide Geschlechter im Auge haben

Musiol und Schwentner: AK-Studie bestärkt Grüne Familienpolitik

Utl.: Musiol und Schwentner: AK-Studie bestärkt Grüne
Familienpolitik =

Wien (OTS) - "Die jüngste Studie der Arbeiterkammer (AK) zeigt, dass
Frauen nach der Karenz oft mit massiven Benachteiligungen
konfrontiert sind. Sie ist eine weitere Bestärkung der
Familienpolitik der Grünen und ein Auftrag an die Politik", sagt
Daniela Musiol, Familiensprecherin der Grünen. Die Grüne
Frauensprecherin Judith Schwentner ergänzt: "Es muss uns gelingen,
dass Familienarbeit nicht allein Frauensache ist. Eine lange
Karenzdauer, forciert durch das Kinderbetreuungsgeld, bringt Müttern
massive Nachteile im Berufsleben und kann langfristig zu Altersarmut
führen. Daher muss zeitgemäße Familienpolitik beide Geschlechter im
Auge haben."

"Es ist unser Ziel das Kinderbetreuungsgeld so zu verändern, dass
Vater und Mutter allmählich gleich lange ihrem Beruf fern bleiben.
Das Grüne Karenzmodell sieht daher eine Reduktion auf ein
einkommensabhängiges Modell für alle vor, das maximal bis zum 18.
Lebensmonat des Kindes in Anspruch genommen werden kann. Wesentlich
daran ist eine Ausdehnung der Partnermonate sowie ein automatisierter
Papamonat nach der Geburt eines Kindes", sind sich Musiol und
Schwentner einig.

"Wenn zwei Jahre nach der Geburt eines Kindes nur 38 Prozent, und
nach vier Jahren nur 70 Prozent der Frauen im Job zurück sind,
während Kinder den beruflichen Werdegang von Männern kaum
beeinflussen, so sollten die Alarmglocken der Regierung schrillen",
meint Schwentner.

Der weitere Ausbau von Krippen und Kindergärten sowie eine Ausdehnung
der Öffnungszeiten muss absolut Vorrang haben. Denn nicht jede Frau
ist freiwillig in Teilzeit oder gänzlich zu Hause. Viele Probleme
beim Wiedereinstieg entstehen durch Mängel im elementaren
Bildungsbereich. 15 Millionen Euro investiert der Bund Jährlich in
den weiteren Ausbau. "Das ist bei weitem zu wenig um dem Bedarf
gerecht zu werden. Würde die Regierung Familienleistungen umschichten
und das Kinderbetreuungsgeld reformieren, so stünden 300 Millionen
Euro Jährlich für Krippen und Kindergärten bereit. Hier muss sich
endlich etwas bewegen", sagt Musiol.

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