• 22.05.2013, 16:31:46
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Nationalrat - BM Schmied: Nationalen Bildungsbericht für Weiterarbeit nutzen

Maßnahmen müssen stabilisiert und offene Punkte engagiert bearbeitet werden

Utl.: Maßnahmen müssen stabilisiert und offene Punkte engagiert
bearbeitet werden =

Wien (OTS/SK) - "Der Nationale Bildungsbericht ist eine wichtige
Grundlage für unsere bildungspolitische Arbeit, wenn wir das wollen.
Ich appelliere daher an alle, diese Expertise für den
bildungspolitischen Diskurs zu nutzen", erklärte Bildungsministerin
Claudia Schmied heute, Mittwoch, im Nationalrat. Der Bildungsbericht
zeige: Vieles wurde erreicht, Maßnahmen müssen stabilisiert und
abgesichert werden und offene Punkte - wie das Dienst- und
Besoldungsrecht für Lehrerinnen und Lehrer - müssen engagiert und
unerschrocken bearbeitet werden, sagte Ministerin Schmied. ****

Auf das bereits Erreichte könne man stolz sein, betonte
Bildungsministerin Schmied. 60 Regierungsvorlagen zum Thema Bildung
habe es gegeben, darunter wichtige Reformen wie das verpflichtende
Kindergartenjahr, kleinere Klassen, die Neue Mittelschule, den Ausbau
der Ganztagsschule und Lehre mit Matura.

Bei den bereits gesetzten Maßnahmen heiße es "absichern,
stabilisieren und mit Leben erfüllen". Schmied wünscht sich
regelmäßig respektvolle Eltern-Schüler-Lehrer-Gespräche, mehr Berufs-
und Bildungsberatung, sowie den Ausbau der Lese- und
Deutschförderung.

"Unerschrocken, offensiv weiter vorwärts" heiße es bei den noch
offenen Punkten, vor allem beim Dienst- und Besoldungsrecht der
Lehrerinnen und Lehrer, betonte Schmied. Denn im neuen Dienstrecht
liege der Schlüssel für weitere "bildungspolitische" Reformen. "Seit
einem Jahr fanden 26 Verhandlungsrunden dazu statt, das betrachte ich
als Investition", berichtete Schmied.

Im Rahmen eines neuen Dienst- und Besoldungsrechts sollen die
Einstiegsgehälter angehoben werden. "Wir wollen 500 Euro mehr für
junge Lehrerinnen und Lehrer pro Monat", so Schmied. Insgesamt müsse
die Übernahme von mehr Funktionen und Verantwortung für Direktorinnen
und Direktoren sowie Lehrerinnen und Lehrer entsprechend abgegolten
werden. Um mehr Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger für den
Schulberuf zu begeistern, müssen Vordienstzeiten anerkannt werden.
"Hier müssen wir engagiert und intensiv weiterverhandeln",
unterstrich Schmied. Es gehe um bessere Schulen und attraktivere
Gehälter für Junglehrerinnen und -lehrer mit Leistungskomponenten.

Abschließend erklärte die Bildungsministerin: "Ja, wir investieren
derzeit viel in Bildung, aber jede Mehrinvestition wird eng mit
Qualität verknüpft." In Österreich gebe es beispielsweise eine dichte
Schulinfrastruktur und ein ausgezeichnetes berufsbildendes
Schulsystem. "Und bei jeder Investition wird die Qualitätsanpassung
gefordert", betonte Schmied. (Schluss) ph

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