- 22.05.2013, 14:58:59
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Stronach/Markowitz: Österreich ist bei der Bildung durchgefallen
Bildungsausgaben 40 Prozent über dem EU-Durchschnitt, PISA-Ergebnisse dennoch wenig zufriedenstellend
Utl.: Bildungsausgaben 40 Prozent über dem EU-Durchschnitt,
PISA-Ergebnisse dennoch wenig zufriedenstellend =
Wien (OTS) - "Es ist erschreckend: Fünf von 20 Kindern, die ich in
einer Klasse der Sonderschule im Rahmen der Demokratiewerkstatt
besuchte, waren völlig fehl am Platz. Und das einzig aus dem Grund,
weil sie anfangs die erforderlichen Deutschkenntnisse nicht vorweisen
konnten. Das kann es doch nicht sein!", prangerte Team Stronach
Bildungssprecher Stefan Markowitz in der Debatte zum neuen
Bildungsbericht an. Er kritisierte den mangelnden Einsatz der
Regierung, sich für das weitere Schicksal dieser Kinder einzusetzen:
"Mittlerweile sprechen diese fünf Kinder ausgezeichnet Deutsch, haben
als einzige der gesamten Klasse Visionen über die Berufswahl, haben
eine Lehrplatz oder Schnupperplatz bekommen. Doch was ist mit den
anderen Kindern? Sie werden die Langzeitarbeitslosen von morgen",
warnt Markowitz. Dass Staatssekretär Kurz die Integration
hochschreibe, sei lobenswert, "aber Plakatieren allein ist zu wenig",
so Markowitz.
"Was also läuft fasch im Staate Österreich, wenn unser Bildungsbudget
40 Prozent über dem EU-Durchschnitt liegt, wir uns aber weiterhin vor
PISA-Ergebnissen fürchten müssen?", fragte Markowitz und zeigte auf,
wo man ansetzen muss, um international konkurrenzfähig zu werden: Die
Lehrerausbildung optimieren - "die Lehrer müssen den Beruf ergreifen,
weil sie den Kindern etwas beibringen wollen und nicht wegen der zwei
Monate Ferien". Auch der Schuldirektor soll wie ein Manager Personal
aussuchen können, von den Besten wählen und die Schule so führen,
dass Leistung der Lehrer wieder zählt und die Schüler die
Kulturtechniken beherrschen!"
"Dass die Junglehrer nun höhere Einstiegsgehälter bekommen, ist ein
wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Jetzt muss
Bildungsministerin Schmied das Image der Lehrer durch entsprechende
Kampagnen polieren und dafür Sorge tragen , dass nicht mehr das
Parteibuch bei der Besetzung von Lehrerposten eine Rolle spielt,
sondern Qualifikation und Leistung des Lehrpersonals. Das sind wir
unseren Kindern - der Zukunft unseres Landes - schuldig", so
Markowitz.
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