- 22.05.2013, 14:50:31
- /
- OTS0235 OTW0235
BZÖ-Haubner: "Nationaler Bildungsbericht ist nicht visionär"
BZÖ-Entschließungsantrag betreffend "standortbezogenes Sprachförderungskonzept"
Utl.: BZÖ-Entschließungsantrag betreffend "standortbezogenes
Sprachförderungskonzept" =
Wien (OTS) - "Einiges geht in die richtige Richtung, Vieles ist aber
halbherzig und wenig mutig und Wesentliches fehlt überhaupt. Er ist
auch nicht visionär - er entspricht lediglich der Realität". Mit
diesen Worten kommentierte heute BZÖ-Bildungssprecherin Abg. Ursula
Haubner den "Nationalen Bildungsbericht Österreich 2012" in ihrem
Debattenbeitrag. "Vor allem fehlt die Reform des Lehrerdienstrechts,
die Gehaltsreform und die Zuständigkeiten von Bund und Ländern. Auch
in der Verwaltung und Bürokratie gibt es keine Veränderungen. Wenn es
aber nicht gelingt, diese großen Brocken anzugehen, dann wird weiter
viel Geld in ein nicht zeitgemäßes System fließen", kritisierte
Haubner.
"Dieses Geld fehlt dann im Klassenzimmer, bei den jungen Menschen für
eine chancengerechte Ausbildung, bei der Raumausstattung für moderne
Arbeitsplätze und fehlt ebenso bei der Entlastung der Eltern, die
sehr viel Geld für Nachhilfeunterricht ausgeben müssen. Das Geld wird
aber auch für motivierte gutausgebildete Lehrer fehlen.
Realistischerweise wird aber die Regierung in dieser
Legislaturperiode die Reformen nicht mehr erledigen können", so
Haubner weiter.
"Jedes Kind hat das Recht, bestmöglich seiner Talente und Fähigkeiten
in unserem Bildungssystem gefördert zu werden. Das erfordert aber
einen modernen und differenzierten Unterricht. Der entscheidende Weg
ist, sich viel mehr inhaltlich mit der Art des Unterrichts zu
befassen", meinte Haubner und weiter: "Eine gute Ausbildung und
Bildung ist für jeden Einzelnen ein Gewinn für einen guten Job, ist
auch eine gute Grundlage für eine soziale Sicherheit und ist auch für
das gesellschaftliche Zusammenleben wichtig. Insgesamt profitiert
auch Österreich von bestausgebildeten jungen Menschen".
Insgesamt gebe es im Bildungsbereich noch viele Baustellen. Es werde
sehr viel Steuergeld in diesem Bereich eingesetzt, aber viele dieser
Steuergelder versickern in einem doppelgleisigen System und der
Output für die jungen Menschen ist ein sehr mittelmäßiger. Beinahe 80
Prozent der Gelder fließt in Personalkosten für die Pädagogen",
erklärte Haubner, die auch einen nachweisbaren Bildungsabschluss mit
der 9. Schulstufe einforderte. "Die 9. Schulstufe sollte nicht ein
reines Absitzen der Schulpflicht sein, sondern dieses letzte Jahr
sollte ein entscheidendes Jahr sein", betonte Haubner, die auch einen
Entschließungsantrag betreffend "standortbezogenes
Sprachförderungskonzept" einbrachte.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BZC






