- 22.05.2013, 10:12:05
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Kadenbach: Artenvielfalt durch beständige Arbeit sichern, nicht durch Sonntagsreden
22. Mai ist Internationaler Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt
Utl.: 22. Mai ist Internationaler Tag zur Erhaltung der
Artenvielfalt =
Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach macht
anlässlich des heutigen Internationalen Tages zur Erhaltung der
Artenvielfalt auf die enorme Bedeutung des Themas aufmerksam. "Das
weltweite Artensterben geht unvermindert weiter - täglich gehen ca.
130 Arten weltweit verloren. In Europa sind 25 Prozent der Fauna und
Flora vom Aussterben bedroht. Alleine in Österreich sind das an die
4.000 Arten. Laut einer UNO-Studie wird das weltweite
Bruttoinlandsprodukt (BIP) durch den Verlust an Arten jährlich um
drei Prozent reduziert. Die Kosten der Untätigkeit liegen um ein
Vielfaches höher als die jetzt erforderlichen Investitionen." Der
Artenschwund bringt das Gleichgewicht unserer Umwelt ins Wanken:
Ökosysteme geraten aus dem Gleichgewicht oder brechen zusammen. Die
Folgen reichen von Hunger über Klimawandel bis hin zu Migration von
Mensch und Tier. "Wir dürfen nicht zulassen, dass Pflanzen und Tiere
unwiederbringlich von der Bildfläche verschwinden. Zuallererst aus
ökologischen, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen brauchen wir
eine vielfältige Natur", erläutert Kadenbach am Mittwoch gegenüber
dem SPÖ-Pressedienst. ****
In der EU sind 42 Prozent der Säugetiere, 43 Prozent der Vögel, 45
Prozent der Schmetterlinge, 30 Prozent der Amphibien, 45 Prozent der
Reptilien und 52 Prozent der Süßwasserfische von Ausrottung bedroht.
Die SPÖ-Europaabgeordnete will das europäische Bewusstsein stärken,
gegen das Artensterben aktiv zu werden. Kadenbach, die Mitglied im
Ausschuss Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und
Lebensmittelsicherheit des Europäischen Parlaments ist: "Dazu
brauchen wir keine Sonntagsreden, sondern aktives politisches
Handeln. Daher begrüße ich auch alle Maßnahmen, die den Einsatz von
Pestiziden verbieten bzw. zumindest einschränken. Beim Saatgut
arbeite ich derzeit als SPÖ-Europaparlamentarierin daran, die
Saatgutvielfalt zu erhalten und für die Zukunft zu sichern. Ich habe
schon oft betont, dass Artenvielfalt keine
Wohltätigkeitsveranstaltung für ein paar 'Pflanzerl und Viecherl'
ist, die vom Aussterben bedroht sind."
Die größte Herausforderung und Notwendigkeit besteht darin, die
Artenvielfalt in alle anderen Politikfelder zu integrieren.
"Artenvielfalt darf kein Orchideenthema bleiben. Die Gemeinsame
Agrarpolitik, die Kohäsionspolitik, die Gemeinsame Fischereipolitik
und die Europäischen Fahrpläne für Energie, Verkehr und
Ressourceneffizienz der EU müssen auch die Umweltkomponente
berücksichtigen. Artenschutz bedeutet im Endeffekt auch
Generationengerechtigkeit, denn es geht um die Zukunft unseres
Planeten", resümiert die SPÖ-Politikerin. (Schluss) bj
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