• 22.05.2013, 09:00:35
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Immobilienpreise in Kärnten sinken

Starker Preisrückgang bei Einfamilienhäusern

Utl.: Starker Preisrückgang bei Einfamilienhäusern =

Wien (OTS/IMMOBILIEN.NET) - Kärnten ist anders. Wie in vielen anderen
wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen geht das südlichste
Bundesland Österreichs auch bei der Immobilienpreisentwicklung seinen
eigenen Weg. Während im Großteil der Alpenrepublik die Preise für
Wohnungen und Häuser steigen, sinkt der Wert der meisten Immobilien
in Kärnten. Am deutlichsten zeigt sich diese Entwicklung bei den
Einfamilienhäusern. Laut einer aktuellen Marktanalyse von
IMMOBILIEN.NET, Österreichs größtem Immobilienportal, sanken die
durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Häuser in den vergangenen
12 Monaten um 6,7 Prozent auf 1.515 Euro. Damit liegt Kärnten bei den
Hauspreisen auf dem vorletzten Platz vor Burgenland. Der Preisverfall
zieht sich durch das gesamte Bundesland. Am stärksten betroffen sind
die Stadt Klagenfurt mit minus 14,4 Prozent auf 1.838 Euro und der
Bezirk St. Veit an der Glan mit minus 12,6 Prozent auf 1.136 Euro pro
Quadratmeter. Lediglich im Bezirk Völkermarkt gab es einen Anstieg
der Hauspreise um 8,9 Prozent, jedoch von einem sehr niedrigen Niveau
aus auf 1.203 Euro. "Wir beobachten den Negativtrend in Kärnten schon
längere Zeit", erklärt Andreas Besenböck, Pressesprecher von
IMMOBILIEN.NET. "Die Menschen suchen gezielt nach guten Lagen, guter
Infrastruktur und guten Lebenschancen. Der ländliche Raum kann das in
vielen Gebieten nicht liefern. Deswegen geht dort die Nachfrage nach
Immobilien zurück und die Preise sinken", so Besenböck weiter.

Mietwohnungen: Klagenfurt ist nicht Kärnten

Beobachtet man die Mieten im gesamten Bundesland, so zeigt sich
eine glatte Stagnation bei den Angebotsnettomieten bei 7,4 Euro pro
Quadratmeter im Durchschnitt. Bei näherer Betrachtung fällt die
Mietpreisentwicklung aber sehr unterschiedlich aus. Laut den Analysen
von IMMOBILIEN.NET sinken in den meisten Bezirken die Mieten
überdurchschnittlich. In Villach Stadt und Land, Spittal an der Drau
und Klagenfurt Land sinken die Preise im Schnitt zwischen 4 und 9
Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aktuell liegen die
durchschnittlichen Quadratmeterpreise in Villach Stadt bei 6 Euro, in
Villach Land bei 10,5 Euro, in Spittal bei 6,7 und in Klagenfurt Land
bei 8,9 Euro. Ganz im Gegensatz zur Entwicklung in der
Landeshauptstadt. In Klagenfurt Stadt verzeichnet IMMOBILIEN.NET
einen Anstieg bei den Angebotsnettomieten von 14,3 Prozent in den
letzten 12 Monaten auf 7,6 Euro pro Quadratmeter. "Klagenfurt ist das
einzige größere Zuzugsgebiet in Kärnten. Die steigende Nachfrage nach
Wohnraum, gepaart mit relativ hohen Eigentumspreisen, sorgt für einen
starken Anstieg bei den Preisen für Neuvermietungen", analysiert
Andreas Besenböck die Mietpreisentwicklung in Kärnten.

Eigentumswohnungen: Entkoppelung bei Tourismusregionen

Auch die Entwicklung bei den Wohnungspreisen im Eigentum in den
vergangenen 12 Monaten zeigt eine Stagnation. Zieht man die
durchschnittliche Inflation von dem leichten Plus von 0,9 Prozent bei
den gebrauchten und dem Plus von 2,3 Prozent bei den neu gebauten
Eigentumswohnungen ab, ergibt sich so sogar ein leichter
Preisrückgang. Diese Entwicklung ist aber nicht immer gleich
offensichtlich. Marktverzerrungen durch große Neubauprojekte oder der
Fokus auf Luxussanierungen einiger Bauträger in einer bestimmten
Region können Preisentwicklungen in einem anderen Licht erscheinen
lassen. Diesen kommt man häufig erst auf die Spur, wenn man die
einzelnen Bezirke genauer unter die Lupe nimmt. Das signifikanteste
Beispiel bietet der Bezirk Spittal an der Drau. Mit einem
durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 2.860 Euro pro Quadratmeter
bei gebrauchten Eigentumswohnungen ließe sich dort aktuell ein
dramatischer Preisanstieg im zweistelligen Prozentbereich
feststellen. Bei genauer Betrachtung ergibt sich aber auch hier eine
Stagnation für den Großteil des Bezirks. Ursache für die hohen
Preisveränderungen sind hochpreisige Immobilien in einigen
Tourismusgemeinden wie Bad Kleinkirchheim oder Seeboden am
Millstätter See. "In den Toplagen werden Standardwohnungen zu
Luxusobjekten aufgewertet um zahlungsfreudiges Klientel anzulocken.
Der direkte Seezugang, die Nähe zu Skipisten, Dachgeschosswohnungen
mit Aussicht. Alles klassische Aufwertungsmaßnahmen um hohe Preise zu
erzielen. Mit der Entwicklung in einem Großteil einer ländlichen
Region hat das aber wenig zu tun", erklärt Andreas Besenböck die
Entkoppelung der Immobilienpreise in Tourismusregionen.

Über IMMOBILIEN.NET

IMMOBILIEN.NET ist Österreichs größte Immobilienplattform und seit
der Gründung 1994 Marktführer. Über 1.000 aktive Kunden (Makler,
Bauträger und sonstige professionelle Immobilienanbieter) sind auf
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monatlich mehr als 725.000 Besuche von insgesamt über 360.000
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