• 21.05.2013, 13:55:30
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FP-Kappel zu Wiener Stadtwerken: Alle vier Konzernsegmente bilanzieren negativ

Konzern beendet Geschäftsjahr 2012 mit einem Bilanzverlust von 788 Mio. Euro

Utl.: Konzern beendet Geschäftsjahr 2012 mit einem Bilanzverlust von
788 Mio. Euro =

Wien (OTS/fpd) - Der aktuell vorliegende Geschäftsbericht 2012 der
Wiener Stadtwerke zeigt auf, dass alle vier Konzernsegmente, nämlich
Energie, Verkehr, Bestattung und Friedhöfe sowie Garagierung im
Vorjahr negativ bilanzierten. "Der Stadtwerke-Konzern, der zu 100
Prozent im Eigentum der Gemeinde Wien steht, wies für 2012 einen
Bilanzverlust von über 788 Mio. Euro aus", sagt die freiheitliche
Gemeinderätin Barbara Kappel, "das geht weit über die zusätzliche
Dotierung von Pensionsrückstellungen hinaus und zeigt auf, dass die
rot-grüne Stadtregierung trotz massiver Gebührenerhöhungen nicht in
der Lage ist, geeignete Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches
Wirtschaften eines der größten Mischkonzerne Österreichs zu setzen."

Laut Geschäftsbericht sind die konsolidierten Umsatzerlöse der Wiener
Stadtwerke im Zeitraum 2011/2012 mit einem Plus von rund 717 Mio.
Euro zwar steigend, das Konzern-Betriebs- und auch das Finanzergebnis
jedoch negativ. Das Betriebsergebnis verschlechterte sich von 2011
mit minus 73,8 Mio. auf minus 879 Mio. Euro für 2012, das
Finanzergebnis von 2011 mit plus 89 Mo. auf minus 32 Mio. Euro für
2012, insgesamt also um minus 121 Mio. Euro. Ebenso das Konzern EGT,
welches von plus 15,3 Mio. für 2011 auf minus 911 Mio. Euro für 2012
fiel, insgesamt also ein Minus von rund 926 Mio. Euro. Auch der
Eigenkapitalanteil verringerte sich im Zeitraum 2011/2012 von 5,4
Mrd. auf 4,7 Mrd. Euro, insgesamt also um 700 Mio. Euro innerhalb
eines Jahres.

Der Geschäftsbereich Energie weist für 2012 mit einem
Jahresfehlbetrag von 710,8 Mio. Euro den höchsten Bereichsverlust
auf. Und das, obwohl die Umsatzerlöse hier aufgrund der
Gebührenerhöhungen stark anstiegen, nämlich um plus 28,5 Prozent auf
rund 3,2 Mrd. Euro innerhalb eines Jahres. Erlössteigerungen gibt es
sowohl bei Strom als auch Gas und Fernwärme, trotzdem ist das
Betriebsergebnis mit 692 Mio. Euro negativ.

Der Geschäftsbereich Verkehr, das sind die Wiener Linien und die
Wiener Lokalbahnen Gruppe, verzeichnet für 2012 ebenso einen
Jahresfehlbetrag von 122,5 Mio. Euro, nach einem Minus von knapp 120
Mio. Euro im Jahr 2011. Im ebenfalls rückläufigen Finanzergebnis
widerspiegeln sich u.a. die veränderten Zinserträge aus der
Umstrukturierung einer US-Lease-Transaktion.

Negativ bilanziert auch der Geschäftsbereich Bestattung und Friedhöfe
mit einem Jahresfehlbetrag 2012 von 25,2 Mio. Euro, nachdem das
Geschäftsjahr 2011 noch mit einem Überschuss von 300.000 Euro beendet
werden konnte. Ebenso verzeichnet der vierte Geschäftsbereich, die
Garagierung, das sind die Stadtwerke-Beteiligungen an
Garagierungsunternehmen, für 2012 einen Jahresfehlbetrag von 1,2 Mio.
Euro.

"Wien wäre als Stadt sicherlich noch lebenswerter, wenn das größte
städtische Unternehmen, die Wiener Stadtwerke Holding, mit einem
positiven Konzernergebnis aufwarten könnte", sagt Kappel, "dann
müssten von der rot-grünen Stadtregierung nicht weiter Gebühren und
Abgaben im Bereich der Daseinsvorsorge erhöht werden. Kein Wiener
Steuerzahler, der aktuell Betriebskostennachzahlungen der Wiener
Stadtwerke zugestellt bekommt, wird verstehen, warum dieses
Unternehmen trotz Gebührenerhöhungen und massiver Nachzahlungen einen
Jahresverlust von 788 Mio. Euro schreibt." (Schluss)

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