- 21.05.2013, 12:27:02
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ÖH ad OGH Urteil: Töchterle, es ist endlich Zeit zu handeln!
Urteil zeigt krasse Unterfinanzierung der Universitäten auf - Flexiblere Studienpläne notwendig
Utl.: Urteil zeigt krasse Unterfinanzierung der Universitäten auf -
Flexiblere Studienpläne notwendig =
Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft ist erfreut
über das Urteil des OGH. Christoph Huber, Generalsekretär der ÖH,
sieht einen Wendepunkt in der Debatte: "Jetzt haben wir es schwarz
auf weiß: Studierende haben das Recht auf gute Studienbedingungen. Es
gibt keine Ausreden mehr! Das Urteil des OGH bedeutet, dass sich der
Bund nicht länger aus der Verantwortung ziehen kann. Um die gröbsten
Missstände zu beseitigen, braucht es mehr finanzielle Mittel -
nämlich die lange versprochenen 2% des BIP."
Huber betont: "Die Lieblingstaktik der Regierung und des
Ministeriums, nämlich die Verantwortung an die Autonomie der Unis
abzuschieben, wird nicht mehr funktionieren. Es wird dann nämlich
keine unterschriebenen Leistungsvereinbarungen mehr geben!"
Möglichkeiten, Verzögerungen zu verhindern, sind jedoch auch ohne
Geld sofort möglich: "Die Verschulung der Studienpläne stellt
Studierende vor massive Hürden. Weniger Voraussetzungsketten und mehr
freie Wahlfächer würden das Studium flexibler machen. Studierende
könnten so, auch wenn es Platzmangel in bestimmten Kursen gibt,
weiterstudieren ohne Zeit zu verlieren", so Huber. "Hier sind sowohl
die Universitäten als auch Minister Töchterle am Zug, rasch Reformen
einzuleiten! Eine gesetzliche Mindestanzahl an freien Wahflächern
wäre beispielsweise ein Anfang. Das ist ja auch ein Anliegen von
Minister Töchterle."
Und alle, die jetzt nach Zugangsbeschränkungen schreien, sollen sich
die Uni-Landschaft ein wenig besser anschauen, so Huber: "Es gibt in
zugangsbeschränkten Studien wie Publizistik, Psychologie etc. auch
enorme Engpässe. Zugangsbeschränkungen lösen keine Probleme, sie sind
nur extrem teuer und halten junge Menschen von den Hochschulen fern."
Huber richtet einen Apell an Minister Töchterle und die Regierung:
"Es ist beschämend, dass die erste Reaktion eines
Wissenschaftsministers, der eigentlich für mehr Geld für Bildung und
für mehr Menschen an den Hochschulen kämpfen sollte die ist,
Zugangsbeschränkungen zu rufen. Er sollte sich lieber in der
Regierung dafür einsetzen, dass die Hochschullandschaft Mittel und
Rahmenbedingungen bekommt, die einer Wissensgesellschaft angemessen
sind."
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