- 21.05.2013, 12:11:33
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Karlheinz Töchterle: Neue Lehrer/innenausbildung hebt die Qualität des Unterrichts und erhöht den Stellenwert des Berufsbildes
Pädagog/innenbildung Neu passiert Ministerrat - Lehrberuf wird attraktiver, durchlässiger und moderner
Utl.: Pädagog/innenbildung Neu passiert Ministerrat - Lehrberuf wird
attraktiver, durchlässiger und moderner =
Wien (OTS) - "In Zukunft werden unsere Kinder von den
bestausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Wir heben die
Qualität der Ausbildung und damit auch des Unterrichts, gleichzeitig
erhöhen wir den Stellenwert des Lehrberufs", so Wissenschafts- und
Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle anlässlich des heutigen
Ministerratsbeschlusses zur Pädagog/innenbildung Neu. "Künftig
bekommt jedes Kind und jeder Jugendliche, egal in welcher Schulform,
den besten Lehrer bzw. die beste Lehrerin. Die Strukturdebatte rückt
damit in den Hintergrund", so der Minister weiter. Die neue
Ausbildung orientiert sich am erfolgreichen AHS-System und hebt die
Qualität an den Neuen Mittelschulen, weil künftig jede Lehrerin und
jeder Lehrer der Sekundarstufe einen universitären Masterabschluss
absolvieren wird. Lehrer/innen werden ein Bachelor-Studium im Ausmaß
von 240 EC-Punkten, einen Master im Umfang von mindestens 60
EC-Punkten und im Anschluss daran eine Induktionsphase absolvieren.
Die bewährten Ausbildungswege an Universität und Pädagogischer
Hochschule bleiben erhalten, gleichzeitig wird die Kooperation beider
Institutionen gefördert.
"Wir erhöhen nicht nur das Fachwissen unserer künftigen Lehrerinnen
und Lehrer, sondern bauen auch ihre persönlichen Kompetenzen aus und
bereiten sie noch besser als bisher auf die vielfältigen und
komplexer gewordenen Aufgaben vor", so der Minister. Künftig werden
Lehrerinnen und Lehrer neben dem notwendigen Fachwissen bzw. der
erforderlichen Fachdidaktik einen sogenannten "pädagogischen Kern"
mit allgemeinen bildungswissenschaftlichen Grundlagen absolvieren.
Dazu gibt es bereits ab der Ausbildung für die Primarstufe die
Möglichkeit, sich mit einer Schwerpunktsetzung in anderen, wichtigen
Themenbereichen wie z.B. Sozialpädagogik, Sonderpädagogik, Inklusion
oder Mehrsprachigkeit zu vertiefen. Wer sich für ein Lehramtsstudium
entscheidet, wird das künftig bewusster als bisher machen. Erstmals
wird es Eignungs- und Aufnahmeverfahren für alle Lehramtsstudien
geben, bisher war dies nur an den Pädagogischen Hochschulen
notwendig.
Eine wesentliche Neuerung stellt auch die Qualitätsüberprüfung der
Curricula durch einen Qualitätssicherungsrat für Pädagoginnen- und
Pädagogenbildung dar. Dieses unabhängige Expertengremium wird einen
wichtigen Beitrag zur Unterstützung der kooperierenden Institutionen
leisten und prüfen, ob die Ausbildungen die Anstellungserfordernisse
des Dienstgebers widerspiegeln. Erstmals müssen die Ziel- und
Leistungspläne der Pädagogischen Hochschulen veröffentlicht werden,
dadurch wird mehr Transparenz erreicht. "Wir wollen keinen Abschluss
ohne Anschluss. Daher sollen die Curricula für Bachelor und Master
dem Rat gemeinsam vorgelegt werden, um die Anschlussfähigkeit für
Lehramtsstudien zu erhöhen", so Minister Töchterle abschließend.
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