• 21.05.2013, 10:38:38
  • /
  • OTS0072 OTW0072

Chemieindustrie unter den Top Fünf bei der Aktienrendite

BCG-Studie: Die Top Ten der Chemiebranche sind bei der Aktienrendite führend im Ranking der jeweiligen Top Ten aus 21 Branchen

Utl.: BCG-Studie: Die Top Ten der Chemiebranche sind bei der
Aktienrendite führend im Ranking der jeweiligen Top Ten aus 21
Branchen =

Wien (OTS) - Trotz weltweiter Wirtschaftsflaute hat sich die
Chemiebranche als Star unter den Aktienrenditebringern erwiesen. Von
2007 bis 2011 erwirtschafteten Chemieunternehmen eine fast doppelt so
hohe Aktienrendite wie der Durchschnitt von insgesamt 21 Industrien.
Die besten zehn Unternehmen der Chemiebranche führen sogar die Liste
der jeweiligen Top Ten aller untersuchten Branchen an. Zu diesem
Ergebnis kommt die Studie Chemical Industry Value Creator Report:
Rebounding from the Storm der Boston Consulting Group (BCG).

In den fünf Jahren kurz vor und während der weltweiten Finanzkrise
(2007 -2011) belegte die Chemiebranche bei der Aktienrendite Rang 4
von 21 betrachteten Industrien und erreichte einen durchschnittlichen
Total Shareholder Return (TSR) von 4,7 Prozent. Das ist fast das
Doppelte des industrieübergreifenden jährlichen TSR von 2,4 Prozent.
Noch eindrucksvoller ist die Leistung der besten zehn
Chemieunternehmen: Über den genannten Fünfjahreszeitraum erzielten
sie durchschnittlich 39 Prozent jährliche Aktienrendite.

Die BCG-Studie analysiert die Leistung der fünf wichtigsten
Chemiesektoren (Basis-Chemikalien und Kunststoffe, Agrochemie und
Düngemittel, Industriegase, fokussierte Spezialchemie sowie
Multi-Spezialchemie) über drei Zeiträume: 20, 10 und 5 Jahre (1992 -
2011, 2002 - 2011 und 2007 - 2011). Die Resultate zeigen
bemerkenswerte Erkenntnisse über die Erfolgsfaktoren der Branche und
ihrer Top-Ten-Unternehmen.

"Über die letzten 20 Jahre - und verstärkt nach der Krise - kamen
die besten Unternehmen aus den Emerging Markets", sagt Andreas Gocke,
weltweiter Sector Leader Chemie bei BCG und Mitautor der Studie.
"Aber wenn wir die 10- und 20-Jahres-Zeiträume genauer betrachten,
sehen wir mehr als nur die Wachstumsgeschichte der Emerging Markets.
Viele Unternehmen haben von vorteilhaften Rahmenbedingungen
profitiert, während andere aufgrund disziplinierter Umsetzung von
Operations und Strategien erfolgreich waren."

Region oder Sektor?

Sowohl in der langfristigen Betrachtung als auch im
Nach-Krisen-Zeitraum hatte die Region eines Chemieunternehmens
größeren Einfluss auf dessen Leistung als sein spezifischer Sektor.
Unternehmen aus den Emerging Markets erzielten die höchsten
Aktienrenditen, während Unternehmen mit Sitz in den USA oder Europa
ihr höchstes Nach-Krisen-Wachstum wiederum in den Emerging Markets
realisierten.

"Überall sonst litt die Wertschaffung", stellt Gocke fest - eine
Folge der kraftlosen Weltwirtschaft, des geringen Volumenzuwachses
und der Schmälerung der Margen durch den Anstieg der Rohstoffpreise.
Japanische Unternehmen wiesen mit einem TSR von minus 12 Prozent im
Zeitraum von 2007 bis 2011 die schlechtesten Ergebnisse auf.

Im Hinblick auf die einzelnen Sektoren kommt die Studie zu
unterschiedlichen Leistungseinflüssen und Resultaten. Über den
20-Jahres-Zeitraum von 1992 bis 2011 schneiden
Spezialchemie-Unternehmen (fokussierte Spezialchemie und
Multi-Spezialchemie) deutlich besser als die anderen drei Sektoren
ab. Anders sieht es bei Betrachtung des jüngeren 10-Jahres-Zeitraums
aus: Hier waren Basischemikalien/Kunststoffe (mit durchschnittlich 22
Prozent jährlichem TSR) und Agrochemie/Düngemittel (mit
durchschnittlich 20 Prozent jährlichem TSR) die erfolgreichsten
Sektoren.

Rahmenbedingungen oder Strategie?

Die Autoren untersuchten detailliert makroökonomische Trends,
Industrieentwicklungen und Managementstrategien, um Zufall von Können
zu unterscheiden und die Geheimnisse des Renditeerfolgs zu lüften.

Für drei Kategorien ließ sich ein Großteil des Erfolgs auf
vorteilhafte Rahmenbedingungen zurückführen: Südkoreanische
Unternehmen, die von hohen Exporten profitierten, verzeichneten ein
deutliches Wachstum. Rohstoffstarke Unternehmen nutzten ihre
Downstream-Integration, und Polymerhersteller profitierten in den
schnell wachsenden Emerging Markets von der Nachfrage nach
Basisbedarf.

Andere Unternehmen verfolgten abweichende Geschäftsmodelle.
Andreas Gocke beobachtete, dass diese Unternehmen "operative Hebel
nutzten: Sie fokussierten sich auf Umsatzwachstum, auf EBITDA-Margen
und Schuldenabbau. Zusätzlich hat sich eine kluge Portfoliostrategie,
insbesondere Investitionen in Specialchemie und anorganische Chemie,
und die konstante Prüfung von M&A-Opportunitäten als eine
erfolgversprechende Mischung erwiesen."

Die Studie arbeitet eine Reihe von Empfehlungen für das Management
heraus, die Chemieunternehmen für die zukünftige Wertschaffung
berücksichtigen sollten. Analysiert werden außerdem vier kritische
Wirtschafts- bzw. Branchenentwicklungen, welche die Chemieindustrie
in den nächsten Jahren beeinflussen werden: zunehmende
Ressourcenbeschränkungen, wachsender Nahrungsmittelbedarf in
Entwicklungsländern, die Schiefergas-Revolution in Nordamerika sowie
die Schuldenkrise in Europa.

The Boston Consulting Group (BCG) ist eine internationale
Managementberatung und weltweit führend auf dem Gebiet der
Unternehmensstrategie. BCG unterstützt Unternehmen aus allen Branchen
und Regionen dabei, Wachstumschancen zu nutzen und ihr
Geschäftsmodell an neue Gegebenheiten anzupassen. In
partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt BCG
individuelle Lösungen. Gemeinsames Ziel ist es, nachhaltige
Wettbewerbsvorteile zu schaffen, die Leistungsfähigkeit des
Unternehmens zu steigern und das Geschäftsergebnis dauerhaft zu
verbessern. BCG wurde 1963 von Bruce D. Henderson gegründet und ist
heute an 78 Standorten in 43 Ländern vertreten. Das Unternehmen
befindet sich im alleinigen Besitz seiner Geschäftsführer. In
Deutschland und Österreich erwirtschaftete BCG im Jahr 2012 mit 1.060
Beraterinnen und Beratern einen Umsatz von 490 Millionen Euro. Für
weitere Informationen: www.bcg.at

In ihrem Internetportal bcgperspectives.com bündelt die Boston
Consulting Group alle unternehmenseigenen Studien, Kommentare,
Grafiken und Videos und stellt sie online zur Verfügung. Neben
Publikationen zu aktuellen Wirtschafts- und Unternehmensthemen
beinhaltet die Plattform auch Veröffentlichungen aus der 50-jährigen
Unternehmensgeschichte. Das Onlineportal findet sich unter
www.bcgperspectives.com.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BCG

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel