- 20.05.2013, 17:00:42
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Zsifkovics: Nur "Kirche von innen" hat Zukunft
Beim Eisenstädter Domweihfest wurde die Partnerschaft der Diözesen Eisenstadt und Kanjirapally (Indien) offiziell besiegelt
Utl.: Beim Eisenstädter Domweihfest wurde die Partnerschaft der
Diözesen Eisenstadt und Kanjirapally (Indien) offiziell
besiegelt =
Eisenstadt, 20.05.13 (KAP) Wenn die Kirche als Haus des Gebetes und
der Begegnung mit Gott erfahren wird, dann hat sie Zukunft. Das
betonte der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics in der Predigt
beim Domweihfest am Pfingstmontagnachmittag. Im Sinne einer vom
Konzil geforderten Rückbesinnung auf das Geheimnis der Kirche werde
weder eine "Kirche von oben" noch eine "Kirche von unten" Zukunft
haben, "sondern allein eine 'Kirche von innen', in der sich alles um
Gott dreht", betonte der Bischof. Im Zentrum des Domweihfestes stand
die offizielle Beurkundung der seit über drei Jahrzehnten
bestehenden Partnerschaft mit der indischen Diözese Kanjirapally
sowie das Gedenken an den ersten Bischof der Diözese Eisenstadt,
Stefan László, anlässlich seines 100. Geburtstages.
"Im Mittelpunkt der Kirche stehen nicht die Kirche und ihre
Strukturen, sondern Gott und sein Geheimnis", führte Bischof
Zsifkovics weiter aus. Es gelte, wieder "auf Gott und sein Geheimnis
im Leben der Diözese und ihrer Pfarrgemeinden" zu setzte, wo auch
die Neuevangelisierung beginnen müsse. Christen sollten dabei "keine
toten Grabsteine", sondern als "lebendige Steine Kirche und
Gesellschaft aufbauen". Christen sollten heute "wie Jesus zu den
Menschen gehen, sie dort aufsuchen, so sie sind, ihnen nachgehen, wo
sie leben und arbeiten". Dabei müsse die Kirche gleichsam ein
"Gasthaus" sein, "wo für die Armen immer Platz sein muss", sagte der
Eisenstädter Bischof.
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